Erstkommunionfeiern im Bistum Münster - Beispiel 2

In St. Pankratius und St. Marien in Gescher gab es Wundertüten

Alle Erstkommunionfeiern im Bistum Münster mussten wegen der Corona-Pandemie zunächst abgesagt werden. In den Pfarrgemeinden sucht man jetzt nach Alternativen. Auch in St. Pankratius und St. Marien in Gescher.

Es gab Wundertüten in der Pfarrgemeinde St. Pankratius und St. Marien in Gescher. Vor den drei Terminen der Erstkommunionsfeiern klingelte ein Mitglied des Vorbereitungsteams an den Türen der Familien – insgesamt 90 Mal. Die Tüten sollten die Enttäuschung über den Ausfall der Feste ein wenig lindern – mit einem Brief, etwas Süßem, Fotos von der gemeinsamen Vorbereitung, einer Schatzsuche und Material für einen Gottesdienst daheim.

„Wir hatten von vielen Kindern gehört, wie traurig sie waren“, sagt Pastoralreferent Heinz Watermeier. Und auch von der Wehmut der Eltern, „in diesem schönen Frühling“ nicht feiern zu können. Die Reaktionen an den Haustüren bestätigten das Team, die richtige Idee gehabt zu haben: „Die Kinder waren glücklich, dass sie und ihr erstes großes Fest nicht einfach vergessen wurde.“

Andere Rahmenbedingungen

Vergessen wird das ohnehin nicht: Im Herbst werden die drei Termine nachgeholt. „Wenn auch vielleicht mit anderen Rahmenbedingungen als sonst.“ Für die festen Termine entschieden sich die Organisatoren, weil das Planungssicherheit für alle bedeutet. „Familien planen viele Dinge schon lange im Voraus – sie müssen wissen, auf was sie sich wann vorbereiten können.“

Vor den Terminen steht für Watermeier und sein Team das Nachholen ausgefallener Vorbereitungs-Einheiten. Einige Gruppen sind den Großteil des gemeinsamen Wegs zur Erstkommunion noch gar nicht gegangen. Etwa jene, die eigentlich in der Karwoche zu einer mehrtägigen Fahrt aufgebrochen wären. „Ich habe als Ersatz zwar viele Materialien verschickt“, sagt der Pastoralreferent. „Aber eine richtige Vorbereitung lebt nicht nur vom Inhalt, sondern auch vom Erleben.“ Die Gemeinschaft, die sich dabei entwickelt, ist in seinen Augen „das Pfund“ dieser Zeit. „Ich hoffe, dass wir im Herbst wieder damit wuchern können.“