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Bonifatiuswerk unterstützt auch Gemeinden im Oldenburger Land

Katholiken im Bistum Münster geben 454.000 Euro für Diaspora

  • Die Menschen im Bistum Münster haben 2020 rund 454.000 Euro für Katholikinnen und Katholiken in der Minderheit gespendet.
  • Das sind rund 126.000 Euro weniger als 2019 - vor allem die Kollekten brachen coronabedingt ein.
  • Teilweise aufgefangen wurde das durch überwiesene Spenden.
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Die Menschen im Bistum Münster haben 2020 rund 454.000 Euro für Katholikinnen und Katholiken in der Minderheit – der Diaspora – in Deutschland, Nordeuropa und im Baltikum gespendet. Das sind rund 126.000 Euro weniger als 2019, als 580.000 Euro gegeben wurden.

Hauptgrund sind geringere Kollekten-Einnahmen. Coronabedingt war die Zahl der Gottesdienstbesucher vielerorts gesunken, auch Erstkommunionfeiern und Firmungen fielen kleiner aus oder mussten verschoben werden.

 

Kollekte halbiert – Einbruch bei Erstkommunion-Sammlung

 

Nach Angaben des Bonifatiuswerks, das Katholiken in der Diaspora unterstützt, kamen bei der Kollekte am Diaspora-Sonntag im November 2020 im Bistum Münster 82.000 Euro zusammen. Die Summe hat sich damit halbiert – 2019 waren es 165.000 Euro gewesen.

Die Erstkommunionkinder sammelten 91.000 Euro, 2019 war mit 223.000 Euro mehr als das Doppelte zusammengekommen. Die Firmlinge gaben 47.000 Euro für Kinder und Jugendliche in der Diaspora – nach 81.000 Euro im Jahr zuvor.

 

Mehr überwiesene Spenden

 

Damit gingen diese drei Kollekten-Einnahmen im Bistum um insgesamt 249.000 Euro zurück. Teilweise aufgefangen wurde das durch eine höhere Zahl überwiesener Spenden.

Auch Gemeinden im Bistum Münster, vor allem im Oldenburger Land, profitieren von der Hilfe des Bonifatiuswerks. Es gab 75.000 Euro für den Umbau des bisherigen Pfarrhauses der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Westerstede westlich von Oldenburg.

 

Busse für weitläufige Pfarreien

 

Angebote der Kinder- und Jugendhilfe und -bildung wurden mit 5.000 Euro gefördert, Projekte der Glaubenshilfe mit 4.800 Euro. Zwei Kleinbusse für flächengroße Diaspora-Pfarreien im Bistum wurden 2020 mit insgesamt 44.000 Euro bezuschusst. Sie sind in der Pfarrei Seliger Niels Stensen Lengerich und in St. Vinzenz Palotti Bad Zwischenahn unterwegs.

Dieser zweite Bus wurde in diesen Tagen übergeben (unser Bild). Er soll für Messdienerfahrten genutzt werden und es zudem ermöglichen, dass nicht mobile Senioren Angebote wahrnehmen können. Das Bonifatiuswerk trägt laut Angaben zwei Drittel der Anschaffungskosten für Kleinbusse in Diaspora-Pfarreien.

 

Bundesweit weniger Kollekten-Einnahmen

 

Auch bundesweit hatte das Bonifatiuswerk mit einem coronabedingten Kollekten-Rückgang zu kämpfen. In den Kollektenkörben landeten nicht mehr knapp fünf Millionen Euro wie 2019, sondern 2,77 Millionen Euro – ein Minus von 2,2 Millionen Euro.

Da es neben den Kollekten aber weitere Einnahmen – zum Beispiel überwiesene Spenden und Erbschaften – gibt, konnte das Hilfswerk 771 Projekte für katholische Minderheiten in Deutschland, Skandinavien und dem Baltikum mit 13 Millionen Euro fördern.

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