Vertreter der Bistümer im Interview mit „Kirche+Leben“

Katholische Kirche fordert vor NRW-Wahl mehr Geld für Kitas

Vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am Sonntag erneuern die katholischen Bistümer ihre Forderung nach einer besseren Finanzierung von Kindertagesstätten. Im Interview mit der Wochenzeitung „Kirche+Leben“ aus Münster (Sonntag) sagte der Vertreter der NRW-Bistümer in Düsseldorf, Antonius Hamers: „Wir sind schon viel zu lange hingehalten worden.“ Er mahnte ein Gesetz an, das „die Finanzierung sichert und die tatsächliche Kostensteigerung abbildet“.

Der Leiter des Katholischen Büros NRW verwies darauf, dass katholische Träger ihre Kitas „mit bis zu 16 Prozent“ Eigenanteil finanzierten, obwohl das Gesetz nur zwölf Prozent fordere. Das Angebot von Kitas sei der Kirche wichtig. Es gebe aber Bistümer, auch in NRW, die „dafür keine zusätzlichen finanziellen Spielräume mehr“ hätten. Hamers lobte Aussagen der Spitzenkandidaten, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und Armin Laschet (CDU), die Kita-Finanzierung genieße nach der Wahl oberste Priorität.

„Werde keiner Fraktion das Gespräch verweigern“

Geld sei auch notwendig, um Kindern Perspektiven zu bieten. „Die Armutsquote bei Kindern ist nach wie vor zu hoch“, kritisierte der Kirchenvertreter. Die beste Abhilfe sind nach seinen Worten „soziale Integration und Bildung“.

Mit Blick auf den möglichen Einzug der rechtspopulistischen AfD in den NRW-Landtag sagte Hamers, er werde sich „keiner Fraktion und keinem Abgeordneten verweigern, die um ein Gespräch bitten“. Er werde aber „die Positionen der Kirche klar deutlich machen und auch dafür streiten“.

Das Interview im Wortlaut lesen Sie exklusiv in der Wochenzeitung „Kirche+Leben“ vom 14. Mai, die Sie unter anderem hier bestellen können.