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„Konfessionen können nicht alle charakteristischen Gaben aufgeben“

Kurienkardinal Koch: In der Ökumene braucht es mehr Realitätssinn

  • Mehr ökumenischen Realitätssinn wünscht sich der Präsident des vatikanischen Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch.
  • Von keiner Kirche dürfe man verlangen, Gaben aufzugeben, die für sie charakteristisch seien, sagte Koch.
  • Er gab auch eine Einschätzung des Papstes zum Synodalen Weg wieder.
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Mehr ökumenischen Realitätssinn wünscht sich der Präsident des vatikanischen Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch. Von keiner Kirche dürfe man verlangen, Gaben aufzugeben, die für sie charakteristisch seien, sagte Koch dem „Badischen Tagblatt“. Für die katholische Kirche gehörten das Verständnis der Eucharistie, des Priesteramts und des Papstamtes dazu. Koch überbringt der Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), die ab 31. August in Karlsruhe tagt, eine Botschaft von Papst Franziskus.

Nach Aussage Kochs hat der Papst nicht den Eindruck, dass in Deutschland seine Sorgen über den Reformprozess Synodaler Weg ernstgenommen würden. Für das ökumenische Gespräch sei aber auch eine Geschlossenheit in der eigenen Kirche notwendig. „Wie glaubwürdig kann man die Einheit mit anderen Christen leben, wenn man die Einheit in der eigenen Kirche aufgibt?“, fragte Koch.

„Noch kein ökumenisches Ziel“

Er bedauerte zudem, dass man noch immer keine gemeinsame Sicht des Ziels der Ökumene habe. Es könne nicht darum gehen, dem Partner etwas aufdrängen zu wollen.

Von Ende August bis 8. September treffen sich Vertreter von 350 Kirchen zur Vollversammlung des ÖRK in Karlsruhe. Der Rat wird auch als Weltkirchenrat bezeichnet.

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