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Wie läuft es mit den Pastoralen Räumen? (4) - Region Niederrhein-Recklinghausen

Moderatorin Heimbach: Pfarreien werden Aufgaben besser verteilen müssen

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In den Pfarreien und Dekanaten des Bistums Münster haben die Beratungen über die Bildung Pastoraler Räume begonnen. Durch eine engere Zusammenarbeit eigenständiger Pfarreien soll eine Antwort auf die Veränderungen kirchlichen Lebens gegeben werden. Wie die ersten Diskussionsrunden in den Kreisdekanaten Kleve, Wesel und Recklinghausen verlaufen, erläutert im Gespräch mit „Kirche-und-Leben.de“ Irmgard Heimbach. Die Pastoralreferentin aus Goch begleitet für diese Kreisdekanate den Prozess zur Schaffung pfarreiübergreifender Kooperation.

Frau Heimbach, in der Bistumsregion Niederrhein-Recklinghausen fungieren Sie als Prozessbegleiterin bei der Entwicklung neuer pastoraler Strukturen. Wie verliefen bislang die Diskussionen in den Dekanaten?

Natürlicherweise verlaufen – so unterschiedlich wie die einzelnen Dekanate strukturiert sind – auch die Veranstaltungen recht unterschiedlich. Von: „Die Vorgaben für unseren Bereich passen zu unserem Raum“ bis: „Da gibt es noch Klärungsbedarf auf verschiedenen Ebenen“ ist bisher alles vorgekommen. Dabei konnten wir in unserer großen Region bedauerlicherweise noch lange nicht alle Dekanate besuchen, da viele Veranstaltungen coronabedingt bis Ende August aufgeschoben werden mussten. Wir gehen aber davon aus und wissen, dass in den meisten Bereichen bereits mit den Vorgaben gearbeitet wird. Auch dort, wo noch Klärungsbedarf ist, bieten wir, falls notwendig, Unterstützung an, die individuell abgestimmt wird.

Wie bewerten Sie die Bereitschaft der Pfarreien, die Struktur-Fragen im Sinn der Zusammenarbeit unter den Gemeinden anzugehen?

So könnten nach Vorschlag der Bistumsleitung die künftigen Pastoralen Räume im Kreisdekanat Kleve aussehen. Der Entscheidungsprozess darüber läuft derzeit in den Pfarreien. | Grafik: Bistum Münster
So könnten nach Vorschlag der Bistumsleitung die künftigen Pastoralen Räume im Kreisdekanat Kleve aussehen. Der Entscheidungsprozess darüber läuft derzeit in den Pfarreien. | Grafik: Bistum Münster

Auch hier gibt es durchaus Unterschiede. Interessant ist, dass unterschiedliche Bewertungen innerhalb von Dekanaten vorkommen, was allerdings nicht überall so ist. Da sind sich zum Beispiel hauptamtliche Seelsorgende über die festzulegenden Grenzen des zukünftigen Pastoralen Raums nicht einig, während es eher Zustimmung seitens der freiwillig Engagierten gibt. Auch die Kontaktaufnahme der Mitarbeitenden in den Gremien der Pfarreien untereinander verläuft unterschiedlich. Insgesamt ist aber allen klar, dass alternativlos ist, langfristig in größeren Räumen miteinander zu kooperieren, auch wenn es große Unsicherheiten gibt, wie dies letztlich zu gestalten sein wird. Die Bereitschaft dazu nehme ich überall wahr.

Welche Anliegen aus den Pfarreien und Dekanaten nehmen Sie mit für die weitere Erörterung, wie die pastoralen Räume ausgefüllt werden können?

Da sind die großen Fragen und auch Unsicherheiten seitens aller Beteiligten, zum Beispiel die Fragen nach zukünftiger Leitung, nach Koordination von kategorialen Feldern wie Schulseelsorge, Krankenhauspastoral und Beratungsstellen mit den Pfarreien und deren Gremien. Wie wird Seelsorge gehen, auch angesichts größerer Bereiche? Welche Rollen- und Aufgabenveränderungen kommen auf hauptamtlich Seelsorgende, aber auch auf freiwillig Engagierte zu? Dazu erhoffe ich, dass in den vielen gebildeten Themengruppen im Rahmen des Strukturprozesses möglichst konstruktiv miteinander an Antworten gearbeitet werden kann, die dann auch an die Basis gelangen werden. Bei allen unseren Veranstaltungen bezüglich der Raumgrenzen werden kurze Protokolle gefertigt, die mit den jeweiligen Fragen, Anliegen und Anregungen in die Steuerungsgruppe beziehungsweise die entsprechenden Themengruppen weitergeleitet werden.

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