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Synodaler und Theologieprofessor weist Kritik von Regensburger Bischof zurück

Sellmann: Voderholzer soll Diskreditierung des Synodalen Wegs zurücknehmen

  • Matthias Sellmann, Delegierter beim Synodalen Weg, weist die harsche Kritik des Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer an dem Reformprojekt deutlich zurück.
  • Der Bochumer Theologieprofessor fordert Voderholzer auf, seine "diskreditierenden Äußerungen" öffentlich zurückzunehmen.
  • Voderholzer hatte den Synodalen Weg massiv kritisiert und mit anderen auf einer eigenen Online-Plattform alternative Vorschläge zur Zukunft der Kirche gemacht.
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Der Bochumer Theologe Matthias Sellmann weist die Kritik des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer an der Diskussionskultur beim katholischen Reformprojekt Synodaler Weg zurück. In einer persönlichen Erklärung, die Sellmann unter anderem auf Facebook veröffentlichte, rief er die Kritiker am Samstag auf, "diese missverständliche Äußerung, die den Synodalen Weg als Prozess diskreditiert, öffentlich zurückzunehmen".

 

Der Hintergrund

 

Am Freitag hatten der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer und einige weitere Synodale aus Unzufriedenheit mit dem Fortgang des Synodalen Wegs eine neue Internetplattform für alternative Reformvorschläge gestartet. Dabei hatten sie unter anderem erklärt: "Die Zusammensetzung der Foren der Synode und ihre Diskussionskultur erschweren einen angemessenen Dialog."

Die auf der neuen Plattform www.synodale-beitraege.de gesammelten Argumente seien auch in den offiziellen Debatten vorgebracht, aber "aufgrund der dort herrschenden Mehrheitsverhältnisse" bisher nicht berücksichtigt worden. Der Bonner Stadtdechant Wolfgang Picken als einer der Autoren eines Textes zum Forum I "Macht und Gewaltenteilung" hatte erklärt, schon die Zusammensetzung der vier Synodalforen sei "einseitig" und ein "Musterbeispiel für fehlende Demokratie und Mitbestimmung". Reformkritische Stimmen würden übergangen oder ausgebremst.

 

Sellmann kritisiert Picken und Schlosser

 

"Diese Zweifel diskreditieren die Prozesskultur des Synodalen Weges", entgegnete Sellmann. Er selbst habe bis auf eine Ausnahme an allen Sitzungen des Forums I aktiv teilgenommen, seine Reformvorschläge eingebracht und auch mit darüber abgestimmt: "Auf viele der Autorinnen und Autoren der Homepage-Gruppe treffen diese drei Punkte schon einmal nicht zu." Auf KNA-Anfrage nannte er ausdrücklich Picken und die Wiener Theologin Marianne Schlosser. Diese beiden hatten zusammen mit der Journalistin Alina Oehler und Augsburgs Weihbischof Florian Wörner den Alternativtext zu den offiziellen Vorschlägen des Forums I verfasst.

Der Leiter des Zentrums für angewandte Pastoralforschung und Pastoraltheologie in Bochum ergänzte, er begrüße es, dass sich die Autorinnen und Autoren an den Argumentationen rund um die anstehenden Fragen aktiv und substanziell beteiligten: "Es ist auch ihr gutes Recht, eine parallele Struktur zum gemeinsamen Synodalen Weg zu errichten und ihr zuzutrauen, dass in der dort geschaffenen Öffentlichkeit ihre Erwägungen und Argumente gehört und debattiert werden."

 

"Vorwurf weise ich entschieden zurück"

 

Was er aber dezidiert zurückweise, sei der Zweifel an der Fairness der Sitzungen, so Sellmann weiter: "Hier wird der Zweifel gesät, man sei als Mitglied des Forum I strukturell und systemisch benachteiligt worden und es habe unfaire Verfahren wider ihre Mitgliedsrechte gegeben. Diesen Vorwurf weise ich entschieden zurück." Es könne sogar belegt werden, "dass es Sonderrechte der Befassung mit diesen Argumenten und Befürchtungen gab".

Der Synodale Weg ist ein Reformprojekt, das die Deutsche Bischofskonferenz und die Laienvertretung ZdK (Zentralkomitee der deutschen Katholiken) 2019 gestartet haben - vor allem als Reaktion auf den Missbrauchsskandal und die daraus resultierende Vertrauenskrise. In vier thematischen Foren diskutieren die mehr als 200 Delegierten über die Themen Sexualmoral, priesterliche Lebensform, Macht und Gewaltenteilung sowie die Rolle von Frauen in der Kirche

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