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Alle Punkte des Einspruchs abgewiesen

Vatikan bestätigt Auflösung von „Totus Tuus“ durch Bischof Felix Genn

  • Der Vatikan hat die Auflösung des Vereins von Gläubigen „Totus Tuus Neuevangelisierung“ durch Münsters Bischof Felix Genn bestätigt.
  • Das Dikasterium für die Laien wies in einem Dekret vom 13. Juli alle Rekurs-Punkte gegen Genns Entscheidung zurück.
  • Das Verbot geht auf "schwerwiegende Mängel im geistlichen Umgang" des Vereins mit seinen Mitgliedern zurück.
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Der Vatikan hat die Auflösung des Vereins von Gläubigen „Totus Tuus Neuevangelisierung“ durch Münsters Bischof Felix Genn bestätigt. Das Dikasterium für die Laien habe in einem Dekret vom 13. Juli alle Rekurs-Punkte gegen Genns Entscheidung vom 4. November 2021 zurückgewiesen, teilt die Bischöfliche Pressestelle mit. „Totus Tuus“ hatte Rekurs eingelegt.

Die Auflösung sei angesichts des Schadens, der durch den Verein verursacht worden sei, eine geeignete Maßnahme, heißt es in der Mitteilung. Durch das Verbot habe das Risiko weiteren Schadens verhindert werden sollen.

„Schwerwiegender Schaden“ durch den Verein

Das Dekret betont, die Begründung, die Genn für die Auflösung gegeben habe, sei ausreichend gewesen. Die Vatikan-Behörde bestätigt die vom Bischof angeführten Fakten und wertet sie als schwerwiegenden Schaden. Genn hatte in seinem Dekret betont, dass „die Verantwortlichen in der Vereinigung Totus Tuus nicht willens, bereit und in der Lage sind, die erkannten schwerwiegenden Mängel im geistlichen Umgang mit Mitgliedern dieser Gemeinschaft zum einen einzusehen und zum anderen die gravierenden Missstände auch abzustellen“.

Der Bischof hatte weiter verfügt, „Totus Tuus“ dürfe sich nicht länger als katholische Vereinigung bezeichnen; zudem wurde Mitarbeitenden im pastoralen Dienst des Bistums Münster jede Mitwirkung oder Mitgliedschaft bei „Totus Tuus“ untersagt. Darin sieht das vatikanische Dikasterium keinen Widerspruch zur Auflösung des Vereins, sondern eine Verstärkung der Effekte des Verbots.

„Totus Tuus“ war im Bistum 2007 anerkannt worden

Auch das Verfahren, das das Bistum Münster gewählt hatte, wird seitens des Vatikans bestätigt. Vor der Auflösung hatte es im Bistum Münster eine Visitation und einen fast zweijährigen Gesprächs- und Aufarbeitungsprozess gegeben.

„Totus Tuus“ war im Bistum Münster als privater Verein von Gläubigen seit 2007 kirchlich anerkannt und deutschlandweit aktiv. Die Gemeinschaft hatte nach eigenen Angaben zum Zeitpunkt der Auflösung 135 Mitglieder.

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