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Eine von vielen kreativen Lösungen nach dem Hochwasser - hier aus Trier

Arztpraxis wegen Flut nun im Pfarrhaus

  • Das Hochwasser machte auch eine Hausarztpraxis in Trier-Ehrang vorerst unbrauchbar.
  • Da nutzte der Mediziner das Angebot der katholischen Pfarrei.
  • Für den Übergang behandelt er im Pfarrhaus.
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Wasser und Schlamm drangen auch in die Hausarztpraxis von Christoph Goldbecker in Trier-Ehrang ein und machten sie für Wochen unbrauchbar. Kurzerhand nahm der Allgemeinmediziner das Angebot an, eine provisorische Praxis im katholischen Pfarrhaus von St. Peter zu eröffnen.

"Wir haben eine Katastrophe, da läuft es nicht normal weiter und wir müssen jetzt mit der Situation arbeiten", sagt Goldbecker. Das Pfarrhaus bietet Raum für ein Behandlungszimmer, eine Anmeldung mit provisorischem Wartebereich und einen Lagerraum.

Krisen kennt er

Computer und medizinische Geräte seiner Praxis ließen sich auf Tischen und Bänken vor dem Hochwasser schützen. Im Behandlungszimmer im Pfarrhaus hat Goldbecker Wundversorgungsmaterial, Medikamente, eine Liege, Schreibtisch und Computer aufgebaut.

Er kennt es, im Krisenmodus zu arbeiten: Goldbecker ist Notfallmediziner und -seelsorger, hat in Flüchtlingslagern im Sudan Menschen versorgt und ist seit 30 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv: "Man kann in der Medizin auch mit viel einfacheren Mitteln wirksam arbeiten, als wir das in unserer Luxusmedizin gewohnt sind."

"Auf das Wichtige konzentrieren"

In einer Ausnahmesituation gelte es, sich auf das zu konzentrieren, "was wirklich wichtig ist". Dazu zähle, Notfälle und Wunden zu behandeln, aber auch, Erwachsene und Kinder, die ihr Zuhause verloren haben, psychisch zu stützen.

"Ich war mit der Feuerwehr gegen die Flut im Einsatz und habe erlebt, wie Ehrang voll Wasser gelaufen ist", berichtet er. Viele Häuser im Ort traf das Hochwasser sehr stark. "Am ersten Abend war ich traurig und dachte: Wie soll das hier wieder werden? Aber am nächsten Morgen habe ich mir gesagt, es muss weitergehen. Zu sehen, dass es Stück für Stück vorangeht, das stimmt mich sehr zuversichtlich."

In seiner eigentlichen Praxis gehen die Arbeiten so gut voran, dass er hofft, Anfang September wieder dort arbeiten zu können.

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