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Limburger Bischof legt sein erstes Sozialwort vor

Bätzing warnt in Sozialwort vor Spaltung wegen Corona-Krise

  • In seinem ersten Sozialwort warnt der Limburger Bischof Georg Bätzing vor einer gesellschaftlichen Spaltung infolge der Corona-Pandemie.
  • „Die Lage von bereits vor der Pandemie benachteiligten Menschen verschärft sich“, betont Bätzing.
  • „Stärkere Schultern“ müssten mehr Verantwortung übernehmen und stärker belastet werden, um die Auswirkungen der Pandemie zu bekämpfen.
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In seinem ersten Sozialwort warnt der Limburger Bischof Georg Bätzing vor einer gesellschaftlichen Spaltung infolge der Corona-Pandemie. „Die Lage von bereits vor der Pandemie benachteiligten Menschen verschärft sich“, betont Bätzing, der auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist.

Er mahnt Politik und Gesellschaft, Benachteiligte solidarisch zu unterstützen. „Stärkere Schultern“ müssten mehr Verantwortung übernehmen und stärker belastet werden, um die Auswirkungen der Pandemie zu bekämpfen. „Nur so kann aus der Krise heraus, aus dieser gewaltigen Umbruchszeit, eine solidarische Zukunft erwachsen“, schreibt Bätzing.

Mehr Unterstützung für Familien

Das vollständige Sozialwort als PDF.

Es gelte, soziale Notlagen zu verhindern. Menschen dürften nicht einfach mit Verweis auf ihre „individuelle Verantwortung“ allein gelassen werden. Für ältere, kranke, von Armut betroffene oder am Existenzminimum lebende Menschen, Menschen ohne festen Wohnsitz, Asylsuchende, Geflüchtete, Arbeitslose und Alleinerziehende sei die Corona-Pandemie nicht nur eine Gefahr für ihre Gesundheit. Es bestehe auch die Gefahr, in der Krise zu vereinsamen.

Besonders finanzschwache Familien sowie Familien mit Kindern mit Behinderungen oder Erkrankungen benötigten mehr Geld. Notwendig seien „höhere finanzielle Sofortzahlungen und mehr Unterstützungsleistungen“.

Systemrelevante Berufe „nicht nur symbolisch“ würdigen

Die Pandemie habe zudem Geringverdiener, Solo-Selbständige und Kleinunternehmer in eine schwierige finanzielle Lage gebracht. Auch hier brauche es mehr Fördergelder, Zuschüsse und Kredite. Zugleich spricht sich Bätzing dafür aus, Menschen in als systemrelevant geltenden Berufen „nicht nur symbolisch“ zu würdigen, sondern die Rahmenbedingungen in den jeweiligen Arbeitsbereichen grundlegend zu verbessern.

„Corona wird wahrscheinlich unser aller Leben neu ausrichten, langfristig und global“, schreibt Bätzing. „Ein einfaches Zurück zum früheren ,Normalzustand' wird es nicht geben.“

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