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Proteste dürften nicht zu persönlichen Angriffen führen

Bischof Genn spricht mit Pfarrer Laufmöller über Personal-Kritik

  • Bischof Felix Genn hat sich zu einem Gespräch mit Pfarrer Thomas Laufmöller aus der Pfarrei St. Liudger Münster getroffen.
  • Verständnis darüber, dass Menschen vom Weggang des beliebten Geistlichen enttäuscht und frustriert sind.
  • 2021 ist eine personelle Neu-Aufstellung der Priester in der Pfarrei geplant.

 

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Bischof Felix Genn hat sich am Samstag nach Angaben der Bischöflichen Pressestelle zu einem Gespräch mit Pfarrer Thomas Laufmöller aus der Pfarrei St. Liudger Münster getroffen. Pfarrer Laufmöller wird in die Pfarrei St. Nikolaus Münster versetzt (30 Prozent der Stelle). Er bleibt Schulseelsorger an der Friedensschule in Münster (künftig 70 Prozent).

Laufmöller und die Gemeinde St. Stephanus, in der er lebt, gehören zur fusionierten Pfarrei St. Liudger mit insgesamt vier Gemeinden. Nach Bekanntwerden seiner Versetzung hatten viele Menschen aus der Gemeinde St. Stephanus massiv gegen die Entscheidung protestiert. In Stellungnahmen zeigten sich Pastoralteam und Pfarreirat betroffen und irritiert vor den starken Protesten.

An dem Gespräch im Bischofshaus in Münster nahmen auch der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge-Personal im Generalvikariat, Karl Render, und eine von Pfarrer Laufmöller bestimmte Person seines Vertrauens teil. Die Beteiligten betonten ihr Verständnis darüber, dass Menschen vom Weggang des beliebten Geistlichen enttäuscht und frustriert sind, „weil sie die Entscheidung des Bischofs nicht nachvollziehen können“.

2021 personellen Neu-Aufstellung der Priester in der Pfarrei geplant

Das vertrauliche Gespräch dauerte knapp eine Stunde. Es fand nach Angaben der Pressestelle in einer offenen Atmosphäre statt. Bischof Genn und Pfarrer Laufmöller seien sich einig gewesen, dass die Proteste Zeichen einer hohen Wertschätzung für die seelsorgliche Arbeit von Pfarrer Laufmöller in St. Stephanus seien. Solche Proteste dürften aber nicht, wie es teilweise geschehen sei, zu persönlichen Angriffen gegen andere Seelsorger oder gegen gewählte Gremienvertreter der Pfarrei führen.

Wichtig, auch darin habe Einigkeit bestanden, sei es nun, in der Pfarrei als Ganzes nach vorne zu schauen. Im kommenden Jahr werde es insgesamt zu einer personellen Neu-Aufstellung der Priester in der Pfarrei kommen.

Deren Aufgabe sei es, zusammen mit dem Seelsorgeteam, den Ehrenamtlichen und allen Gläubigen das Zusammenwachsen der vier 2016 zu einer Pfarrei zusammengelegten Gemeinden weiter zu fördern. Dabei müsse die eigene Identität jeder einzelnen Gemeinde nicht aufgegeben werden. Die Pfarrei sei insgesamt sehr lebendig. Es gibt in allen Gemeindeteilen viele engagierte Haupt- und Ehrenamtliche.

Pfarrer Laufmöller wäre gerne geblieben, freut sich aber auch auf neue Tätigkeit

Pfarrer Laufmöller brachte laut Pressestelle zum Ausdruck, er wäre gern in St. Stephanus geblieben. Die Entscheidung des Bischofs sei aber - nach vielen  Personalgesprächen und intensiven Beratungen in der Personalkonferenz - in Abstimmung mit ihm getroffen worden.

Nach 17 Jahren in St. Stephanus freue er sich nun auf die Fortsetzung seiner seelsorglichen Tätigkeit an der Friedensschule. Und er werde mit ganzem Herzen und vollem Engagement seine neue Aufgabe in St. Nikolaus Münster aufnehmen. Der Stellenumfang an der Friedensschule wird von 50 auf 70 Prozent erhöht.

Eine für Sonntag (6. Dezember) auf Münsters Domplatz geplante Demonstration von Gemeindemitgliedern, die sich für den Verbleib von Thomas Laufmöller in St. Stephanus einsetzen, haben die Veranstalter nach eigenen Angaben als „Zeichen der Deeskalation“ abgesagt.

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