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Aktion im öffentlichen Raum - zum Beispiel in Rheine

„Ich brauche Segen“: Mini-Plakate und Aufkleber sprechen Mut zu

  • Segen verteilen per Mini-Plakat und Aufkleber - eine Aktion der Evangelischen Landeskirche im Rheinland zieht Kreise.
  • Über einen QR-Code können sich Passanten am vielen Orten einen Segen abholen - sogar beim Bäcker.
  • Wer Segensaufkleber verteilt, sollte aber aufpassen, wohin er klebt - nicht alle Orte sind erlaubt.
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Sie sind etwa so groß wie eine Handfläche, goldglänzend und fallen daher direkt ins Auge: In der Corona-Krise verteilen Christen bundesweit Mini-Plakate, Flyer und Postkarten mit Segensaufklebern in ihrer Umgebung. Kirchengemeinden, Jugendgruppen und Einzelpersonen sind aufgerufen, die Aufkleber mit den Worten „Ich brauche Segen“ zum Beispiel beim Bäcker, an der Eisdiele oder auf dem Parkplatz anzubringen. Initiiert wird die Aktion von der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Ein QR-Code auf den Stickern führt zu der Internetseite www.segen.jetzt, auf der abwechselnd zehn unterschiedliche Segensworte aus der Bibel zugesprochen werden. Die Aktion soll Menschen außerhalb von Kirchengebäuden Mut geben.

Ökumenische Aktion zum Beispiel in Rheine

In Rheine-Mesum macht auch die katholische Gemeinde St. Johannes der Täufer mit: „Uns ist es wichtig, den ökumenischen Gedanken, auch nach Ende des ökumenischen Kirchentags in Frankfurt, weiter nach vorne zu bringen“, sagt Pfarrer Thomas Hüwe im Gespräch mit „Kirche-und-Leben.de“. Der Impuls soll am Friedhof, in den Schaukästen der Kirchorte und in den Geschäften verteilt werden.

Solche ökumenischen Aktionen laufen ganz unkompliziert. Er halte guten Kontakt mit Pfarrerin Britta Meyhoff von der evangelischen Jakobi-Gemeinde in Rheine: „Wir brauchen keine großen Ansprachen. Es ist fast schon selbstverständlich, dass wir von katholischer Seite solche tollen Aktionen mittragen.“

Plakat am Rathaus

Über einen QR-Code auf den Mini-Plakaten werden Nutzer zu einem Bibelvers geleitet, entweder zum Lesen oder zum Anhören. | Foto: pd
Über einen QR-Code auf den Mini-Plakaten werden Nutzer zu einem Bibelvers geleitet, entweder zum Lesen oder zum Anhören. | Foto: pd

Pfarrerin Meyhoff wird die Mini-Plakate unter anderem am Rathaus der Stadt Rheine aufhängen, wo Passanten den Segen erhalten können, wenn sie das Bild mit dem Smartphone scannen: „Die dazugehörigen Segens-Postkarten verschicken wir als Pfingstgruß an unsere Ehrenamtlichen in unserer Gemeinde“, berichtet sie.

Ob die Aufkleber mit dem Satz „Ich brauche Segen“ wirklich dann überall aufgeklebt werden, kann sie nicht sagen: „Ich rege dazu an, mit den Aufklebern weitere Postkarten zu gestalten und so den Segen weiterzuschicken.“

Nicht überall gestattet

Grundsätzlich ist es nicht gestattet, Aufkleber, auch wenn sie Segen verteilen, an Laternenpfählen anzubringen: Das falle unter Sachbeschädigung, heißt es auf Anfrage von Seiten der Stadtverwaltung Rheine. Auf die Dauer sehe es nicht mehr schön aus, wenn die Aufkleber mit der Zeit verblassen, das Entfernen der Klebereste an Schildern und Metallpfählen verursache zusätzliche Kosten.

Das Aufkleben von Bildchen oder Sprüchen ist in der Fanszene einiger Bands oder Fußballclubs sehr beliebt und soll Aufmerksamkeit wecken. Im Trend liegen Aufkleber als „Stickerkunst“ seit Mitte der 2000er Jahre. Bei dieser Form von Streetart werden Aufkleber im öffentlichen Raum angebracht.

Hinter dem Segen steckt viel mehr

Grundsätzlich hält Pfarrerin Britta Meyhoff die Aktion gerade auch vor Pfingsten für gelungen. Segen könne sich jeder zusprechen lassen, „wenn jemand zum Beispiel in einer Notsituation dankbar für Hilfe ist und sagt: ,Mensch, du bist ein Segen für mich!‘“

Sie persönlich spreche gern den aronitischen Segen „Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir.“  Als Seelsorgerin habe sie die Erfahrung gemacht, dass so ein Segen eine wahre Kraftquelle sein könne: „Unabhängig davon, ob Segensspender oder Empfänger Kirchgänger sind - ich bin überzeugt, es kommt letztendlich von oben.“

Hier geht’s zum Segen:
Fotos von der Aktion und den Aufklebern können Teilnehmende unter #ichbrauchesegen in den sozialen Medien veröffentlichen. An der Aktion www.segen.jetzt beteiligen sich mehr als 20 evangelische Landeskirchen, die katholischen Bistümer Trier, Osnabrück, Hildesheim, Regensburg und Speyer und weitere christliche Organisationen. Aufkleber und Plakate sind bei der Stiftung Marburger Medien erhältlich, weiteres Material gibt es auf der midi-Internetseite.

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