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Christliche Junge Gemeinde aus Kinderhaus hat 45 Gerichte gesammelt

Lecker Essen im Ferienlager: Kochbuch vereint Klassiker mit neuen Rezepten

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Die Christliche Junge Gemeinde in Münster hat ein Kochbuch für die Ferienfreizeiten veröffentlicht. Darin: Klassiker aus mehr als 40 Jahren Ferienlagerküche, aber auch neue Ideen. Immer für 75 hungrige Gäste.

„Man nehme zehn Kilo Spätzle, neun Kilo Schweinegulasch, vier Kilo Zwiebeln…“ Was sich etwas überdimensioniert anhört, ist für eine Kochfrau im Ferienlager tägliche Herausforderung. Wer für 75 Kinder und Jugendliche kocht, muss in diesen Größenordnungen agieren. Denn jeden Tag wartet der gleiche, nicht immer leichte Auftrag: Die Gerichte müssen schnell und einfach zubereitet werden können. Und: Alle müssen satt werden.

Die Christliche Junge Gemeinde (CJG) in Münster-Kinderhaus kennt das gut. Jedes Jahr bereitet das ehrenamtliche Team zwei bis drei Ferienlager vor – ins Sauerland, nach Ameland, manchmal ans Mittelmeer. „Das Essen ist bei den Planungen immer enorm wichtig“, sagt Niklas Sträter. „Mit den Mahlzeiten klettert und fällt das Stimmungsbarometer.“ Als langjähriges Mitglied des Leitungsteams der CJG weiß er das genauso gut wie aus seiner Zeit davor als Teilnehmer an den Freizeiten.

Ein Schatz aus vielen Jahrzehnten Lagerküche

Es war also ein echter Schatz, der sich im Laufe der Jahrzehnte in den Lagerküchen der Gruppen entwickelt hatte, sagt der 25-Jährige: „Eine Text-Datei, in der die Kochfrauen jedes Mal ihre Rezepte mit Zutaten geschrieben hatten.“ Bei den Planungen und Einkäufen für die kommenden Freizeiten war das Gold wert. Noch viel wichtiger: „Keins der guten Rezepte ging verloren, wenn eine Kochfrau aus dem Team ausschied.“

Vor etwa drei Jahren kam der Leiterrunde der Gedanke, dass dieser Schatz für eine größere Öffentlichkeit gehoben werden müsste. „Was uns bei den Planungen hilft, kann auch anderen helfen“, beschreibt Sträter die damalige Idee. Aber nicht nur für die Organisatoren in anderen Pfarrgemeinden oder Verbänden waren die Gerichte interessant. „Viele der Kinder aus unseren Freizeiten berichteten daheim vom guten Essen – die Eltern wollten dann die Rezepte dazu haben.“

Ferienlager-Klassiker und neue Herausforderungen

Niklas Sträter von der CJG in Münster-Kinderhaus.
Niklas Sträter von der CJG in Münster-Kinderhaus. | Foto: privat

Gerade die Klassiker, die in den Ferienlagern nie auf der Speisekarte fehlen durften, gehörten dazu. „Grüne Nudeln mit Hackfleischsauce“, kennt Sträter eins. „Oder Chili con Carne.“ Im Gespräch mit einer Kochfrau aus den CJG-Lagern erfuhr er zudem, dass es immer wieder neue Herausforderungen gab, die neue Essensangebote notwendig machten. „Veränderte Essgewohnheiten der Kinder, vegetarische Alternativen oder Mahlzeiten, die für Proviant bei Ausflügen geeignet sind.“

Also ergänzte eine junge Köchin aus dem Autorenteam die Klassiker mit neuen Gerichten wie Gnocchipfanne, Gyrossuppe oder Schnitzelbrötchen. Am Ende waren es 45 Rezepte, die ihren Weg in das Ferienlager-Kochbuch mit dem Titel „Wenn´s dann mal etwas mehr sein darf…“ fanden – immer für 75 Portionen, nach Kategorien wie Suppen, Kartoffeln oder Nudeln sortiert. Und mit Fotos zu jedem Gericht. Denn diese Aufgabe hatten die Leiterrunden der Ferienlager in den vergangenen Jahren mit auf die Reise bekommen, sagt Sträter: „Jedes Mittagessen musste fotografiert werden.“

Kochbuch in Eigenregie: Dank gilt den Kochfrauen

Die Produktion des Buchs geschah komplett in Eigenregie. Ehrenamtlich, so wie es die gesamte Arbeit der CJG in Münster-Kinderhaus ist. „Wir sind an die Pfarrgemeinde St. Marien und St. Josef angebunden – organisieren unsere Angebote aber eigenständig“, sagt Sträter. Der Vertrieb des Kochbuchs geschieht über das eigene Jugendheim: 10 Euro für Selbstabholer, 13 Euro mit Verschickung. Die erste Auflage mit 200 Exemplaren ist bald verkauft.

Der Dank im Vorwort gilt natürlich den vielen Kochfrauen, die mit ihren Rezepten im Buch verewigt wurden. „Wir haben jede gefragt, ob es in Ordnung ist, wenn wir es veröffentlichen.“ Keine hatte etwas dagegen. Im Gegenteil: „Es ist für sie doch auch schön, wenn ihre Gerichte vielleicht in anderen Lagern nachgekocht werden.“ Oder wenn ihre Mahlzeiten ein wenig Urlaubs-Atmosphäre auf die heimischen Küchentische zaubern. Da ist Sträter aber realistisch: „Es wird Zuhause nie so gut schmecken wie im Lager.“

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