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Keinerlei Äußerungen zu Vorwürfen gegen ihn und Benedikt XVI.

Marx nach Missbrauchs-Gutachten: Ich bin erschüttert und beschämt

  • Nach der Bekanntgabe des Missbrauchs-Gutachtens für das Erzbistum München-Freising hat sich Kardinal Marx in einem Pressestatement geäußert.
  • "Ich bin erschüttert und beschämt", sagte er und bat die Betroffenen um Entschuldigung
  • Zu den Vorwürfen des Gutachtens gegen ihn und Benedikt XVI. äußerte sich Marx nicht.
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Wenige Stunden nach der Bekanntgabe des mehr als 1.000 Seiten starken Missbrauchs-Gutachtens der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl für das Erzbistum München-Freising hat sich Kardinal Reinhard Marx in einem ersten Pressestatement geäußert. "Ich bin erschüttert und beschämt", sagte er.

Als Erzbischof bitte er "um Entschuldigung für das Leid, das Menschen im Raum der Kirche in den letzten Jahrzehnten zugefügt wurde". Er fühle sich als Erzbischof verantwortlich für das Erzbistum München auch mit Blick auf die Zeit vor seinem Amtsantritt 2008.

Keine Reaktion auf Vorwürfe gegen Marx und Benedikt XVI.

Auf die Vorwürfe, die das Gutachten auch ihm gegenüber geäußert hat, ging Marx nicht ein. Zwar stellt es bei ihm nur in zwei Fällen Fehler dar, kritisiert aber zugleich deutlich, er habe die Missbrauchsaufklärung nicht zur "Chefsache" gemacht.

Ebensowenig äußerte sich Marx zu den Erkenntnissen der Juristen über seinen Vor-Vorgänger Joseph Ratzinger, den heutigen emeritierten Papst Benedikt XVI.. Ihm wirft das Gutachten in vier Fällen fehlerhaftes Verhalten und nicht wahrheitsgemäße Aussagen vor.

"Perspektive der Betroffenen im Mittelpunkt"

Marx betonte, das Gutachten sei ein wichtiger Baustein für die Aufarbeitung. Er werde es mit der Leitung der Bistumsverwaltung genau lesen, analysieren und weitere Konsequenzen beraten - auch im Austausch mit Opfern sexualisierter Gewalt. "Die Perspektive der Betroffenen ist für uns im Erzbistum jetzt im Mittelpunkt, auch um Schritte in die Zukunft zu tun", sagte Marx.

Fragen von Journalisten waren nach dem Statement nicht möglich. Am kommenden Donnerstag, 27. Januar 2022, will sich Marx in einer erneuten Pressekonferenz ausführlicher äußern.

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