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38-Jähriger war als Subregens für Priesterausbildung zuständig

Münsteraner Domvikar Holger Ungruhe beendet Tätigkeit als Priester

  • Der Münsteraner Domvikar Holger Ungruhe (38) beendet "bis auf weiteres" seine Tätigkeit als Priester.
  • Er werde eine Tätigkeit außerhalb des kirchlichen Bereichs übernehmen, heißt es auf der Homepage des Priesterseminars.
  • Dort war Ungruhe seit 2020 als Subregens für die Ausbildung und die Berufseinführung der Priester zuständig.
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Der Münsteraner Domvikar Holger Ungruhe beendet "bis auf weiteres" seine Tätigkeit als Priester. Der 38-Jährige war seit 2020 zudem als Subregens für die Ausbildung und Berufseinführung von Priestern im Bistum Münster tätig. Laut Mitteilung auf der Homepage des Priesterseminars Collegium Borromaeum hat sich Ungruhe bereits während des Sommersemesters in eine Auszeit verabschiedet. Er werde anschließend jedoch nicht zurückkehren, sondern "auf eigenen Wunsch eine Tätigkeit außerhalb des kirchlichen Bereichs" aufnehmen, heißt es in der aktuellen Meldung vom vergangenen Sonntag.

In einer Mail an Verwandte, Freunde, Weggefährten und Bekannte", die "Kirche-und-Leben.de" vorliegt, schreibt Ungruhe, er habe sich entschieden, sich "in einem anderen beruflichen Umfeld erproben" zu wollen. Daher werde er "bis auf weiteres mit dem Ablauf des 14. August vom priesterlichen Dienst freigestellt". Er freue sich über "diese Chance und die neue Herausforderung". Zugleich sei ihm bewusst, "dass meine Entscheidung auch Unverständnis und Enttäuschung hervorrufen wird".

In der Jugendarbeit und Berufungspastoral tätig

Er habe seine Entscheidung "nicht im Groll getroffen". Bei allem, "für das die Kirche momentan zu Recht kritisiert" werde, habe er nie Druck, sondern "stets Wohlwollen und Unterstützung erfahren". Ungruhe dankt nicht zuletzt Bischof Felix Genn "für die Möglichkeit einer Auszeit, in der ich in aller Freiheit entscheiden konnte".

Holger Ungruhe stammt aus Ahaus (Kreis Borken) und wurde 2012 zum Priester geweiht. Seit 2015 war er Jugendpfarrer im Offizialatsbezirk Oldenburg. 2019 wechselte er nach Münster, wo er die Leitung der damals noch "effata!" genannten Jugendkirche übernahm und in der Berufungspastoral tätig war. Nach einem guten Jahr gab er die Leitung der Jugendkirche ab und wurde Subregens am Priesterseminar Borromaeum. Als Domvikar war er zudem unter anderem für die Dommessdienerinnen und -messdiener am Paulusdom zuständig.

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