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Auch Weihbischof Zekorn genießt Atmosphäre unter freiem Himmel

Open-Air-Firmung in Dülmen mit 100 Firmlingen

Bei einer Open-Air-Firmung im Wildpark in Dülmen hat Weihbischof Stefan Zekorn 100 jungen Menschen das Sakrament der Firmung gespendet.

Bei strahlendem Sonnenschein und vor der Kulisse des herzoglichen Wildparks in Dülmen hat die Firmfeier der Pfarrgemeinde St. Viktor in Dülmen stattgefunden. Eine Premiere in Dülmen, auch für Weihbischof Stefan Zekorn. „Die Atmosphäre war schon schön bei dieser Open-Air-Firmung. Auch unter den aktuellen Corona-Bedingungen war es eine sehr festliche Feier“, sagte Zekorn.

Bevor er den Jugendlichen das Sakrament der Firmung spendete, blickte er in seiner Predigt auf die letzte Zeit zurück. „Es ist von hier oben ein tolles Bild, es tut nach den letzten drei Monaten der Seele gut, hier gemeinsam im Wildpark zu feiern. Ich hoffe, dass die Firmlinge den Heiligen Geist annehmen und ihn auch auspacken und nicht im Schrank der Seele eingeschlossen lassen“, sagte der Weihbischof. Das Auspacken des Heiligen Geistes verglich er mit einer Zip-Datei, die auch erst entpackt werden muss, bevor der Inhalt sichtbar wird: „Wir wollen jetzt hier im Wildpark das Herz öffnen, um Gott nahe zu sein.“

In kleinen Gruppen und mit Maske

In kleinen Gruppen traten die Firmlinge dann nach vorne, um das Sakrament zu empfangen. Ausgestattet mit FFP2-Maske spendete Zekorn das Firmsakrament – und desinfizierte sich anschließend jedes Mal die Hände. Anschließend bekamen die Firmlinge einen individuellen Mehrwegbecher und ein von Weihbischof Zekorn in Auftrag gegebenes Foto als Geschenk überreicht. „Es war schon etwas ganz Besonderes, eine besondere Feier an einem besonderen Ort. So etwas haben sicherlich die wenigsten bislang erlebt“, sagte Pfarrer Heio Weishaupt. Gemeinsam mit Zekorn hatte er die Firmfeier zelebriert.

100 Firmlinge in zwei Feiern

Jeweils um 11 und um 15 Uhr fand eine Open-Air-Firmfeier statt, an der insgesamt 100 Firmlinge teilnahmen – der letzte Firmling hatte sich erst am Morgen angemeldet. „Es war schon eine große logistische Herausforderung, die Firmfeiern zu organisieren, es mussten ja viele Corona-Verordnungen umgesetzt werden“, berichtete Küsterin Regina Voß, die als Hauptorganisatorin die Planung der beiden großen Festgottesdienste übernommen hatte.

Neben einer Bühne für die Musiker und einer zweiten Bühne für den Altar gab es einen mobilen Toilettenwagen im Wildpark. „Jeder Firmling durfte sieben Personen zur Feier mitbringen. Insgesamt haben wir 500 Stühle mit dem notwendigen Abstand im Wildpark aufgebaut, Pastoralreferentin Christiane Zirpel hat einen detaillierten Sitzplan für die beiden Feiern aufgestellt“, sagte Voß. Begleitet wurde die Firmfeier von einer Band unter der Leitung von Christoph Falley, die mit Gitarre und Schlagzeug den Takt vorgaben.

Schützenbrüder als Ordner

„Viele Helfer haben mit dafür gesorgt, dass wir die Feier so durchführen konnten, zum Beispiel die Bürgerschützen und die Nieströter Schützen, die den Ordnerdienst übernommen haben. Ich bin bei der Vorbereitung nur auf offene Ohren gestoßen. Es war eine große Herausforderung, es hat aber auch viel Freude gemacht“, blickte Voß auf die Organisation zurück und ergänzte: „Wenn man die Vorbereitung mitgemacht hat und dann auch mitfeiern konnte, weiß man, was der Heilige Geist ist – auch wenn man ihn nicht erblicken kann.“ Und auch Pastoralreferentin Christiane Zirpel freute sich über die Unterstützung bei der Vorbereitung: „Viele der Jugendlichen haben sich im Vorfeld eingebracht und zum Beispiel den Festplatz abgekreidet.“

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