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Drei Wortgottesdienste in St. Pankratius in Gescher

Erste Firmung in Corona-Zeit mit Weihbischof Hegge

Die erste Firmung seit dem Lockdown in der Coronakrise hat Weihbischof Christoph Hegge in der St.-Pankratius-Kirche in Gescher gefeiert. Um die Personenzahl gering zu halten, fanden dort drei Gottesdienste statt.

„Du bist nicht allein.“ An diese tröstliche Zusage Gottes, die besonders in Krisenzeiten gelte, hat Weihbischof Christoph Hegge am 24. Mai die Firmanden in der Pfarrei St. Pankratius in Gescher erinnert. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie spendete der Weihbischof – unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln – das Sakrament. Damit die Personenzahl in der Pfarrkirche nicht die erlaubte Höhe überstieg, fanden gleich drei Wortgottesdienste hintereinander statt.

In seinen Predigten ging Hegge auf die aktuelle Situation ein: „In unserem Leben ist gerade alles anders als wir es gewohnt waren – keine Treffen mit Freunden, Homeschooling, kein Sport, zu Hause sein.“ Ein solcher Lockdown werfe Fragen auf: „Was macht mich glücklich? Was macht mein Leben aus?“ Und auch die Frage der Beziehung zu Gott und dem eigenen Glauben stelle sich bei vielen im Ausnahmezustand.

„Gott geht nicht auf Abstand“

Im Sakrament der Firmung komme Gott auf sie zu, erklärte der Weihbischof den Jugendlichen. Und um im Bild dieser Tage zu bleiben: „Gott geht nicht auf Abstand – egal, ob ihr einen großen oder einen kleinen Glauben habt.“ Vielmehr wolle Gott ihnen mit seiner Nähe Mut machen: „Er will euch Kraft geben, dass ihr euch aufrichtet und nicht runterziehen lasst.“

Diese Kraft sollen die Firmanden auch nutzen, um sich für andere einzusetzen: „Nicht wenige haben durch die Pandemie wirtschaftliche Sorgen und Existenzängste.“ Hegge forderte die Jugendlichen auf, im Sinne der Nächstenliebe andere Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren, achtsam zu sein und zu teilen: „In unserem Handeln zeigt sich, ob wir wirklich als Christen leben.“

Fest im kleinen Kreis

Bei allem Nachdenklichen, wollte Hegge nicht vergessen, dass die Firmung ein Fest ist: „Feiert heute – wenn auch nur im kleinsten Kreis!“, rief er den Jugendlichen und ihren Familien zu, den Tag zu genießen.

Pfarrer Hendrik Wenning hatte zu Beginn der Wortgottesdienste auf die geltenden Vorgaben und Beschränkungen hingewiesen. Nach der Firmung bat er die Familien, sich direkt auf den Heimweg zu machen und sich nicht auf dem Kirchplatz zu versammeln.

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