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8,2 Prozent mehr Auszubildende 2019 als 2018

Statistik: Interesse an Pflegeberufen steigt

  • 8,2 Prozent mehr Menschen als 2018 traten 2019 in Deutschland eine Pflegeausbildung an.
  • Auch die Zahl der Absolventen steigt - bereits seit Jahren.
  • Fachverband: Wir müssen den Nachwuchs in den Berufen halten.

Mehr Menschen in Deutschland haben sich 2019 für eine Ausbildung in einem Pflegeberuf entschieden: 8,2 Prozent mehr Menschen als 2018 traten eine Ausbildung an. Insgesamt waren es laut Statistischem Bundesamt 71.300 Auszubildende, 5.400 mehr. Rund 44.900 Personen schlossen 2019 ihre Ausbildung in einem Pflegeberuf erfolgreich ab.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz zeigte sich vorsichtig optimistisch. „Positiv ist, dass es vor allem in der Altenpflege gelungen ist, einen Zuwachs zu verzeichnen“, sagt Vorstand Eugen Brysch. Nun gelte es, den Nachwuchs im Job zu halten. Wichtig seien „angemessene Löhne, verlässliche Arbeitszeiten und eine gute Work-Life-Balance“.

Drei von vier Auszubildenden sind Frauen

Während 2009 noch 51.400 Frauen und Männer eine Ausbildung im Pflegebereich begonnen hatten, waren es zuletzt 71.300, das sind 39 Prozent mehr. Auch stieg die Zahl jener, die ihre Ausbildung erfolgreich absolvierten: 2019 schlossen 25 Prozent mehr Menschen ihre Ausbildung in einem Pflegeberuf erfolgreich ab als zehn Jahre zuvor.

75 Prozent der Anfänger im Pflegeberuf waren zuletzt weiblich. Der Männeranteil stieg in den vergangenen zehn Jahren von 19 auf 25 Prozent.

Stärkster Zuwachs bei Altenpflege

Zu den Pflegeberufen zählen laut Statistik die Ausbildungen in der Altenpflege, Kinderkrankenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege. Zudem gibt es die Möglichkeit, eine einjährige Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe oder der Altenpflegehilfe zu absolvieren.

Unter diesen Berufen verzeichnete die Altenpflege den stärksten Zuwachs an Nachwuchs: von 19.400 im Jahr 2009 auf 27.300 im Jahr 2019, plus 41 Prozent. Auch der Ausbildungsgang der Gesundheits- und Krankenpflege gewann mit 26.600 Anfängern 2019 rund 5.200 mehr Menschen als zehn Jahre zuvor.

Verdienst aber unter dem Durchschnitt

Wer nach einer Ausbildung als vollzeitbeschäftigte Fachkraft in der Gesundheits- und Krankenpflege 2019 arbeitete, konnte mit einem durchschnittlichen Bruttoverdienst von 3.502 Euro monatlich rechnen. Bei ausgebildeten Altenpflegern waren es im Schnitt 3.116 Euro. Sie lagen damit unter dem Durchschnitt von Fachkräften in der Gesamtwirtschaft (Produzierendes Gewerbe und Dienstleistungen) von 3.327 Euro.

Rund 60 Prozent der Krankenpfleger und 57 Prozent der Altenpfleger arbeiteten 2019 im Schichtdienst. 74 Prozent der Kranken- und 79 Prozent der Altenpfleger arbeiteten regelmäßig samstags und sonntags.

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