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Reaktion auf Erklärung des Vatikans zu homosexuellen Paaren

Synodaler Weg fordert Weiterentwicklung kirchlicher Sexuallehre

  • Das Nein aus Rom zur Segnung homosexueller Paare beschäftigt auch den Synodalen Weg.
  • Die Vorsitzenden des Synodalforums „Leben in gelingenden Beziehungen - Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ erklären, die Lehre der Kirche müsse sich weiterentwickeln.
  • Dazu brauche es den Dialog mit der Lebenswirklichkeit der Menschen und den Einsichten der Humanwissenschaften.
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Das Nein aus Rom zur Segnung homosexueller Paare beschäftigt auch den Synodalen Weg. Die Vorsitzenden des Synodalforums „Leben in gelingenden Beziehungen - Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“, der Aachener Bischof Helmut Dieser und Birgit Mock, erklärten, die Lehre der Kirche müsse sich im Dialog mit der Lebenswirklichkeit der Menschen und den Einsichten der Humanwissenschaften weiterentwickeln. Dazu wolle der Synodale Weg beitragen.

„Unser Forum wird diesen römischen Zwischenruf eingehend diskutieren“, betonten Dieser und Mock, die familienpolitische Sprecherin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). Das Dokument enthalte „ganz überwiegend dynamische Begrifflichkeiten“, die auf eine Möglichkeit der Weiterentwicklung der Lehre hoffen ließen.

Bischof Dieser sieht Positives in römischer Erklärung

Dieser sieht in der Stellungnahme wichtige positive Einschätzungen zur Lebenswirklichkeit homosexueller Menschen. Es werde anerkannt, dass in homosexuellen Lebensgemeinschaften positive Elemente vorhanden seien, die zu schätzen und hervorzuheben seien, so der Bischof.

Es gehe darum, homosexuelle Personen anzunehmen, sie zu begleiten und ihnen Wege des Glaubenswachstums aufzuweisen. „Dabei wird sogar Verständnis dafür angedeutet, dass der seelsorgliche Wunsch, homosexuelle Verbindungen zu segnen, diesem aufrichtigen pastoralen Willen entspringen könne.“

Mock: Sexuallehre der Kirche neu bewerten

Mock unterstrich, die Sexuallehre der Kirche müsse neu bewertet werden. Quellen dafür seien eine zeitgemäße Auslegung der Heiligen Schrift, die Tradition und das Lehramt. „Ebenso speisen sich unsere Überlegungen aus aktuellen theologischen und humanwissenschaftlichen Erkenntnissen sowie dem Glaubenssinn der Gläubigen.“

Die Sexualität gehöre untrennbar zur Identität jedes Menschen, so Mock weiter. Gelingende Beziehungen könnten nicht nur in einer kirchlich geschlossenen Ehe zwischen Frau und Mann gelebt werden, sondern auch in von Liebe, Treue und Verantwortung geprägten gleichgeschlechtlichen Beziehungen. „Wir sollten es daher nicht verpassen, in der Liebe dieser Paare Fundstätten Gottes zu erkennen.“

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