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Polnischer Erzbischof deutete an, Franziskus habe sich von deutschem Weg distanziert

Vatikan: Sicht des Papstes auf deutschen Synodalen Weg unverändert

  • Die Haltung von Papst Franziskus zum Synodalen Weg in Deutschland ist nach Aussage von Vatikansprecher Matteo Bruni unverändert.
  • Sie sei nach wie vor jene, die er 2019 in seinem Brief an die Katholiken in Deutschland erläutert hatte, sagte Bruni.
  • Nach dem Besuch des polnischen Erzbischofs Stanislaw Gadecki bei Franziskus war der Eindruck entstanden, der Papst distanziere sich vom Synodalen Weg.

Die Haltung von Papst Franziskus zum Synodalen Weg in Deutschland ist nach Aussage von Vatikansprecher Matteo Bruni unverändert. Sie sei nach wie vor jene, die er 2019 in seinem Brief an die Katholiken in Deutschland erläutert hatte, sagte Bruni der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) auf Anfrage. Der Sprecher reagierte auf Berichte zum Besuch des polnischen Erzbischofs Stanislaw Gadecki bei Franziskus.

Der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz hatte erklärt, er habe dem Papst gegenüber seine Sorge über den deutschen Synodalen Weg zum Ausdruck gebracht. Es sei bekannt, wurde Gadecki vom Portal "Vatican News" indirekt zitiert, dass der Papst zum Synodalen Weg in Deutschland "eine große Distanz hat, da er darin eine Hinwendung zur Protestantisierung der Kirche sieht, die von den Protestanten selbst oft abgelehnt werde".

Nicht bekannt, ob der Papst auf Gadeckis Sichtweise einging

Ob der Papst auf Gadeckis Bedenken antwortete, wollte der Vatikansprecher nicht bestätigen. Der Inhalt sei vertraulich, so Bruni. Durch eine Pressemitteilung der Polnischen Bischofskonferenz war der Eindruck entstanden, Franziskus habe sich im Gespräch gegenüber Gadecki vom Synodalen Weg der Katholiken in Deutschland distanziert.

Anlass des Besuches von Gadecki und vorrangiges Gesprächsthema waren der Krieg in der Ukraine, die Lage der Kriegsflüchtlinge in Polen sowie die Folgen für die Sozial- und Seelsorgearbeit der katholischen Kirche. Franziskus habe die Hilfsbereitschaft der Polen gelobt, aber auch gemahnt, darin nicht nachzulassen, wenn die Menschen länger blieben, so Gadecki gegenüber "Vatican News".