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Franziskus sei gut informiert über Aufarbeitung in Deutschland

Bischof Bätzing beim Papst - Gespräch über Missbrauch und Synodalen Weg

  • Papst Franziskus hat die katholische Kirche in Deutschland ermutigt, den "eingeschlagenen Synodalen Weg weiterzugehen".
  • Das sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, nach einem Überraschungsbesuch im Vatikan.
  • Auch die Missbrauchsaufarbeitung sei Thema des Gesprächs gewesen.
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Papst Franziskus hat die katholische Kirche in Deutschland ermutigt, den "eingeschlagenen Synodalen Weg weiterzugehen". Das teilte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, nach einem Überraschungsbesuch im Vatikan mit.

"Kolportierte Zuschreibungen", wonach sich die Kirche in Deutschland mit dem Reformdialog Synodaler Weg auf Sonderwege begeben wolle, seien "aus der Luft gegriffen", betonte der Limburger Bischof. Das habe er gegenüber dem Papst deutlich zum Ausdruck gebracht. Es gelte nun, "die anstehenden Fragen offen und ehrlich zu diskutieren und zu Empfehlungen für ein verändertes Handeln der Kirche zu kommen".

Bätzing: Papst hat Kenntnis über Lage in Deutschland

Bätzing sagte, er habe sich mit Franziskus auch über die Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs ausgetauscht. Dabei sei "die schwierige Situation" in mehreren deutschen Bistümern zur Sprache gekommen, über die der Papst "gut im Bilde" sei: "Er hofft, dass Spannungen überwunden werden können."

Der Limburger Bischof äußerte sich "beeindruckt, mit welch ausgewogener Kenntnis" der Papst "die Situation der Kirche in Deutschland wahrnimmt und die Probleme ins Wort fasst". Franziskus werde "die Kirche unseres Landes auf dem Weg aus der Krise heraus begleiten".

Komplexe Lage in Köln

Beobachter hatten vor der kurzfristig anberaumten Audienz spekuliert, der Besuch in Rom könne mit Debatten um die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen im Erzbistum Köln zusammenhängen. Nach der Veröffentlichung eines Gutachtens im März hatten zwei frühere Kölner Generalvikare dem Papst ihren Rücktritt angeboten: Hamburgs Erzbischof Stefan Heße und der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp. Bisher gibt es darauf keine Antwort aus Rom.

Franziskus hatte eigens zwei Bischöfe zu einer Prüfung nach Köln geschickt, auch um die "komplexe pastorale Situation" und die anhaltende Vertrauenskrise zwischen der Bistumsleitung und vielen Gläubigen und Priestern zu untersuchen. Dabei gibt es auch sehr viel Kritik an Kardinal Rainer Maria Woelki.

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