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Familienvater Christian Hils möchte Kennenlernen, Umbauen und Ausbauen

Was der neue Verbundleiter mit den vier Kindergärten in Recke vor hat

  • Vier Kindergärten bedeutet viel Verwaltungsarbeit: Deswegen hat die Pfarrei jetzt einen Verbundleiter eingestellt.
  • Christian Hils hat kein Problem mit dem „Kindergärtnerinnen-Klischee“.
  • Geplant sind Erweiterungen und Umbauten der vier Eirnichtungen in Recke.
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Mal eben basteln ist nicht. Erzieher ist ein Beruf, der herausfordert: Kreativ, menschlich - und bürokratisch. Auch in der Verwaltung sind die Ansprüche gestiegen, die Personalverantwortung ist gewachsen. Die Pfarrei St. Dionysius in Recke unterhält vier Kindertageseinrichtungen mit insgesamt 227 Kindern im Alter von null bis sechs Jahren in drei Ortsteilen. „Da fällt eine Menge Verwaltungsarbeit an“, sagt Christian Hils.

Arbeit, die die Pfarrgemeinde St. Dionysius als Träger den Leiterinnen der vier Einrichtungen abnehmen wollte und daher die Stelle für eine Verbundleitung geschaffen hat. Mit zehn Jahren Berufserfahrung ist nun Christan Hils aus Wettringen nach Recke gekommen.

„Meine Kinder sagen immer, sie gehen in Papas Kindergarten“

Zuvor hat er eine Kita in Neuenkirchen geleitet und in Wettringen eine Einrichtung aufgebaut, die er sechs Jahre geführt hat. „Wir sind damals mit 21 Kindern und vier Erziehern gestartet, es hat sich entwickelt zu einer Kita mit 71 Kinder mit 18 Mitarbeitern mit dem Schwerpunkt ,Bewegung mit dem Pluspunkt Ernährung‘“, berichtet Christian Hils.

Nebenher hat er privat den Fachwirt in Erziehungswesen an der Kolping-Akademie in Münster gemacht, berichtet der 32-Jährige, selber Vater von einem Sohn und einer Tochter: „Meine Kinder sagen immer, sie gehen in Papas Kindergarten“, sagt er mit einem Schmunzeln durchs Telefon, denn die Familie wohnt in Wettringen.

Begrüßung der Kinder nur mit Abstand möglich

Für Recke, Obersteinbeck und Steinbeck hatte er sich eigentlich vorgenommen jeden Standort zu besuchen: „Ich stand dann mit Maske an der Türschwelle und konnte den Kindern nur von weitem winken“, sagt der 32-Jährige. Er möchte mit den Leiterinnen aller vier Einrichtungen gut zusammenarbeiten: „Sie sind die Profis vor Ort.“ Für die zwei Familienzentren und zwei Kindergärten sollen gemeinsam weitere Schwerpunkte erarbeitet werden. Auch soll St. Marien Steinbeck um eine Gruppe wachsen. Für die „Arche“ in Recke soll eine dritte Gruppe, vielleicht sogar ein Ausbau kommen.

Ausgleich bei Musik und Theater

Seinen Einstieg in den Erzieherberuf beschreibt er als unspektakulär: „Wir waren damals auch schon sieben männliche Kollegen. Ich denke, das bringt die Zeit einfach mit sich, dass dieser Beruf auch zunehmend attraktiver für Männer wird“, sagt er auf die Frage nach dem „Kindergärtnerinnen-Klischee“. „Meine Eltern sagen, ich sei früher immer gern in den Kindergarten gegangen. Das hat mich sicherlich geprägt, dass ich meinen Beruf gern mache“, sagt Hils.

Seinen Ausgleich findet Christan Hils nicht nur bei seiner Familie, sondern im Spielmannszug Tie-Esch in Wettringen und beim Verein „Fabrik-Theater“: „Die Bühnen haben natürlich in dieser Saison gelitten, wir hoffen auf das nächste Jahr“, sagt Hils, der aber auch abwarten will, wie sich seine neue berufliche Aufgabe auf seine Hobbies auswirkt.

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