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"Ein blinder Fleck in Fragen der Kirchenentwicklung"

Experte Wolfgang Beck: Digitalität bei kirchlichen Reformen mitdenken

  • Der Pastoraltheologe Wolfgang Beck kritisiert eine fehlende Beachtung von Digitalität in der katholischen Kirche.
  • "In fast allen deutschen Diözesen finden verschiedene Entwicklungs- und Reformprozesse statt. Digitalität kommt in diesen Prozessen aber praktisch nicht vor", sagte Beck.
  • Abgesehen von wenigen Ausnahmen sei das "ein blinder Fleck in Fragen der Kirchenentwicklung".
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Wolfgang Beck, Pastoraltheologe in Frankfurt-St. Georgen, kritisiert eine fehlende Beachtung von Digitalität in der katholischen Kirche. "In fast allen deutschen Diözesen finden verschiedene Entwicklungs- und Reformprozesse statt. Digitalität kommt in diesen Prozessen aber praktisch nicht vor", sagte Beck zu katholisch.de. Abgesehen von wenigen Ausnahmen sei das "ein blinder Fleck in Fragen der Kirchenentwicklung".

Becks Ansicht nach scheint kaum ein Bewusstsein dafür vorhanden, dass es vielleicht auch "digitale Kirchorte" gibt. Dabei sei es spannend, dass sich im Digitalen auch das Bild des Menschen verändert: "Fragen von Sichtbarkeit und Lokalität verändern sich, es gibt Beschleunigungseffekte der Kommunikation, Formen des Erinnerns verändern sich."

Beck: Formen der Verbindung ändern sich - und die Kirche?

Besonders spannend sei, dass sich Formen verändern, wie Menschen Verbundenheit miteinander pflegen, so der Pastoraltheologe. "Das ist für kirchliches Leben und dafür, was Kirche im 21. Jahrhundert sein könnte, von großem Interesse, weil damit auch die Frage aufgeworfen ist, ob Kirche sich möglicherweise auch solchen neuen Formen des Zusammenlebens öffnet", sagte Beck. Er ist Mitherausgeber des gerade im Herder-Verlag erschienenen Kompendiums "Theologie und Digitalität".

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