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Erste Ergebnisse im öffentlichen Vortragsabend am 11. März im münsteraner Schloss

Forscher ziehen Zwischenfazit zu Missbrauch im Bistum Münster

Erste Ergebnisse einer Studie zu sexuellem Missbrauch im Bistum Münster werden kommende Woche öffentlich vorgestellt. Der Historiker Thomas Großbölting, der die Untersuchung leitet, werde außerdem über die Arbeitsweise seines Teams informieren.

Erste Ergebnisse einer Studie zu sexuellem Missbrauch im Bistum Münster werden kommende Woche öffentlich vorgestellt. Alle Interessierten können sich am 11. März bei einer Abendveranstaltung im Schloss zu Münster das Zwischenfazit der Forschergruppe anhören, wie die Universität Münster am Montag mitteilte. Der Historiker Thomas Großbölting, der die Untersuchung leitet, werde außerdem über die Arbeitsweise seines Teams informieren.

Auf Initiative der Diözese untersuchen Großbölting und weitere Mitarbeiter der Universität seit Oktober Missbrauchsfälle im Bistum Münster zwischen 1945 und 2018. Die Wissenschaftler werten Akten aus und wollen Betroffene interviewen.

Studie ist auf zwei Jahre angelegt

Das Forschungsprojekt ist auf zweieinhalb Jahre angelegt und wird vom Bistum mit rund 1,3 Millionen Euro finanziert. Diese habe dennoch keine Eingriffsmöglichkeiten, wie Großbölting mehrfach erklärt hatte. Ein Beirat mit Vertretern von Universität, Diözese und Betroffenen soll auf die Einhaltung wissenschaftlicher und juristischer Standards achten.

Die deutschen Bischöfe hatten 2018 eine Studie zu sexuellem Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche veröffentlicht. Sie verzeichnete im Bistum Münster mindestens 450 Betroffene und 138 beschuldigte Kleriker in den Jahren 1946 bis 2014.

UPDATE: Veranstaltung am 11. März abgesagt
Wegen der Verbreitung des Coronavirus hat die Universität Münster alle Veranstaltungen außerhalb des regulären Lehrbetriebs abgesagt, wie die Hochschule am 4. März mitteilte. Die für den 11. März geplante Abendveranstaltung zum Zwischenfazit der Forschergruppe soll nachgeholt werden. Ein Termin steht noch nicht fest. Auch die vorgeschaltete Pressekonferenz findet nicht statt. | KNA

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