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Hoffnung auf Begegnung "noch in diesem Jahr"

Franziskus und Kyrill – Moskauer Patriarchat bereitet Treffen vor

  • Die russisch-orthodoxe Kirche spricht sich für ein Treffen ihres Oberhaupts, Patriarch Kyrill I., mit Papst Franziskus aus.
  • Eine Begegnung werde aktuell vorbereitet und "wie ich hoffe, im Verlauf dieses Jahres stattfinden", sagte der Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion.
  • Zuletzt hatten die Kirchenoberhäupter wegen des Ukraine-Kriegs telefoniert.
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Die russisch-orthodoxe Kirche spricht sich für ein Treffen ihres Oberhaupts, Patriarch Kyrill I., mit Papst Franziskus noch in diesem Jahr aus. Eine Begegnung werde aktuell vorbereitet und "wie ich hoffe, im Verlauf dieses Jahres stattfinden", sagte der Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion, im russischen Fernsehen: "Es wird ein persönliches Treffen sein."

Für die Beziehungen zwischen der russisch-orthodoxen und der römisch-katholischen Kirche seien solche persönlichen Begegnungen sehr wichtig, so Hilarion. Einen möglichen Ort für ein Treffen nannte er nicht, Moskau hatte er bisher ausgeschlossen.

Zuletzt Gespräch über den Krieg in der Ukraine

Zuletzt war es am 16. März zu einem Video-Gespräch von Franziskus und Kyrill gekommen. Dabei ging es nach Vatikan-Angaben "um den Krieg in der Ukraine" und die "Rolle der Christen und ihrer Seelsorger". Diese müssten alles tun, "damit der Frieden sich durchsetzt".

Ein gemeinsames Kommuniqué der Unterredung gab es nicht. Kyrill sagte zwei Tage später vor dem Obersten Kirchenrat in Moskau, bei seinen Video-Telefonaten mit Franziskus und dem anglikanischen Primas Justin Welby habe es jeweils ein "hohes Maß an Einigkeit und Verständnis" gegeben. "Und vielleicht ist der wichtigste Eindruck, den ich bekommen habe: Unsere Gesprächspartner haben sich nicht von uns distanziert, sie sind nicht zu unseren Feinden geworden", so der Patriarch.

Ähnliche Sicht auf Ukraine gilt als sehr unwahrscheinlich

In welchen Punkten Franziskus und Kyrill übereinstimmten, sagte der Patriarch nicht. Dass er und der Papst den Krieg in der Ukraine ähnlich bewerten, gilt angesichts öffentlicher Aussagen beider Kirchenoberhäupter als sehr unwahrscheinlich. Kritiker hatten Kyrill, der die Linie des russischen Präsidenten Wladimir Putin unterstützt, deshalb vorgeworfen, das Telefonat mit dem Papst für eigene Zwecke zu vereinnahmen.

Franziskus hatte im Dezember 2021 gesagt, er sei bereit, Kyrill ein zweites Mal zu treffen. Das erste Treffen des Papstes mit dem Moskauer Patriarchen fand 2016 in Havanna auf Kuba statt. Kurz vor Weihnachten hatte Franziskus mit Hilarion im Vatikan über eine mögliche zweite Zusammenkunft gesprochen.

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