Aktion „Du in Gottes Puzzle“ soll Gemeinschaftsgefühl stärken

Gemeinde St. Reinhildis Hörstel puzzelt sich durch die Fastenzeit

  • Sina und Jasmin Rottmann, 22 und 19 Jahre alt, haben für ihre Kirchengemeinde St. Reinhildis in Hörstel ein Fastenpuzzle entworfen.
  • Unter dem Titel „Du in Gottes Puzzle“ sollen Gemeindemitglieder aller vier Kirchorte in das große Gemeinschaftsprojekt einbezogen werden.
  • Die Botschaft dahinter: Jeder in der Gemeinde ist wichtig für das große Ganze – nicht nur in der Fastenzeit.
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Wenn es um ehrenamtlichen Einsatz in Hörstel geht, sind die Schwestern Sina und Jasmin Rottmann meist ganz vorn mit dabei: „Wir engagieren uns einfach gerne in unserer Gemeinde“, meinen die beiden. Egal ob im Jugendkreis, bei den Messdienern, im Pfarreirat, der Firmkatechese oder jetzt eben für die Fastenaktion: Die beiden Schwestern packen an und wollen Gemeindeleben mitgestalten: „Kirche ist für uns ein wichtiges Thema, über das wir gerne mit anderen ins Gespräch kommen“, meint Sina Rottmann. Die 22-Jährige ist angehende Erzieherin. Ihre Schwester Jasmin, 19 Jahre alt, absolviert gerade ein freiwilliges soziales Jahr an der Grundschule in Dreierwalde.

Den Geschwistern liegt die Arbeit mit Menschen am Herzen, und um die geht es jetzt bei der Fastenaktion, die die vier verschiedenen Kirchorte Riesenbeck, Bevergern, Hörstel-Gravenhorst und Dreierwalde mit rund 13.000 Katholiken enger zusammenführen soll. Seit der Fusion im Dezember 2007 stellt sich die Gemeinde regelmäßig auf den Prüfstand, zuletzt in dem lokalen Pastoralplan, an dem 130 Gemeindemitglieder mitgearbeitet hatten: „Lassen Sie uns alle Gemeinde sein!“ – auch an das Fazit des Pastoralplans ist die „Puzzleaktion“ angelehnt.

Motto „Du in Gottes Puzzle“

Pastoralreferentin Simone Toszkowski und die Schwestern Sina und Jasmin Rottmann.
Simone Toszkowski, Pastoralreferentin in St. Reinhildis Hörstel und die Schwestern Sina und Jasmin Rottmann puzzeln sich mit ihrer Gemeinde durch die Fastenzeit. | Foto: Marie-Theres Himstedt

Unter dem Motto „Du in Gottes Puzzle“ wird in jede Kirche der vier Ortsteile eine große Leinwand gestellt. Ganz unverbindlich hat jedes Gemeindemitglied dann die Möglichkeit, ein Puzzleteil zu nehmen, seinen Namen darauf zu schreiben und dieses auf die Leinwand zu kleben, beschreiben die beiden Schwestern das Projekt. Die vier großen Leinwände wiederum ergeben ebenfalls zusammen ein Puzzle. „Wir sind Menschen mit verschiedenen Facetten, wir sind alle unterschiedlich und haben verschiedene Talente und Eigenschaften. Aber als Gemeinde gehören wir trotzdem zusammen. Uns verbindet unser Glaube“, benennt Sina Rottmann die Intention hinter der Aktion.

Auch wenn es kein typisches Fastenzeitthema sei, halten die Schwestern es für einen guten Schwerpunkt: „Man merkt halt immer wieder, dass unsere Gemeinde aus vier verschiedenen Ortsteilen besteht. Es gibt zum Beispiel verschiedene Aktionen in den jeweiligen Orten, die aber nicht immer übergreifend passieren.“ Das sei auch der großen Fläche und der Infrastruktur geschuldet. „Wir wollen ein Zeichen dafür setzten, dass es okay ist, dass wir verschieden sind und unterschiedliche Stärken und Schwächen haben, aber wir können, sollten und müssen zusammenwachsen.“

Pastoralreferentin: Jeder in der Gemeinde ist wichtig für das große Ganze

Bis wann das Puzzle fertig sein soll, ist noch offen. Wichtig ist den Schwestern ein bleibender Eindruck: „Wir möchten das Gesamtpuzzle auf Postkarten drucken lassen, die die Menschen sich auch mit nach Hause nehmen können.“ Starten soll die Aktion am 28. Februar mit der Einführung des neuen Pfarrers Carsten W. Franken, der von Rees am Niederrhein nach Hörstel wechselt: „Zu diesem Anlass möchten wir die Aktion der Gemeinde vorstellen. Der Leitsatz ,Du in Gottes Puzzle‘ wird auch in den Gottesdienst einfließen“, berichten die Schwestern.

Inhaltlich zugrunde liegen der Puzzle-Idee Bibelstellen aus dem ersten Korintherbrief, wie Pastoralreferentin Simone Toszkowski ergänzt: „Bei Christus ist es wie bei einem Körper. Der Körper ist ein Ganzes, besteht aber aus vielen Teilen.“ Jeder in der Gemeinde sei wichtig für das große Ganze – nicht nur in der Fastenzeit.

Ostertüten mit Botschaft für Familien

Ein weiteres Angebot in der Zeit auf Ostern hin seien die beliebten Familientüten: „Zu Weihnachten waren sie ruck-zuck vergriffen“, sagt Simone Toszkowski. In den Tüten werden Materialien zur Gestaltung von Hausgottesdiensten an Palmsonntag, den Kar- und Ostertagen bereitgestellt: „Ich glaube, Familien sind zurzeit froh, über alles, was vorbereitet ist und um das sie sich nicht extra noch kümmern müssen. Das funktioniert mit diesen Tüten gut“, meint Simone Toszkowski.

600 Stück seien ab Anfang März in den Kirchen erhältlich – ebenfalls mit einer Botschaft dahinter: „Ihr seid uns wichtig. Wir verstehen das, wenn ihr in diesen Zeiten nicht in die Kirche kommen wollt. Dieses Zeichen möchten wir weiterhin setzten“, betont die Pastoralreferentin.

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