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Moskauer Patriarch sagt Teilnahme an Kongress der Religionsführer ab

Kein Treffen mit dem Papst: Kyrill kommt nicht nach Kasachstan

  • Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill nimmt nicht am Weltreligionen-Kongress in Kasachstan teil.
  • Damit kommt es dort auch nicht zu einer Begegnung mit Papst Franziskus.
  • Eine solche Begegnung müsse "äußerst sorgfältig" vorbereitet werden, hieß es aus dem Patriarchat.
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Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill nimmt nicht am Weltreligionen-Kongress in Kasachstan teil. Das teilte der Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats, Metropolit Antonij Sevrjuk, nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur "RIA Nowosti" mit. Damit kommt es bei der Konferenz auch nicht zu einer Begegnung mit Papst Franziskus. Er reist von 13. bis 15. September nach Kasachstan, um am Kongress der Führer von Welt- und traditionellen Religionen in Nur-Sultan teilzunehmen.

Das Moskauer Patriarchat schätze die Initiativen Kasachstans zur Entwicklung des interreligiösen Dialogs sehr und werde auch mit einer offiziellen Delegation beim Kongress vertreten sein, so Antonij. Kyrill werde aber nicht teilnehmen. "Dementsprechend ist ein Treffen mit Papst Franziskus in Kasachstan nicht geplant."

Treffen müsste "äußerst sorgfältig" vorbereitet werden

Laut dem russisch-orthodoxen Außenamtschef könne ein Treffen zwischen Patriarch und Papst wegen dessen besonderer Bedeutung "nicht am Rande" einer anderen Veranstaltung stattfinden - "auch wenn es sich um ein so bedeutendes Ereignis wie den Kongress der Führer der Welt- und traditionellen Religionen handelt".

Bis heute habe es keine offiziellen Kontakte hinsichtlich einer Begegnung von Franziskus und Kyrill in Kasachstan gegeben, zitierte "RIA Nowosti" den Metropoliten. Eine solche Begegnung müsse "äußerst sorgfältig" vorbereitet werden, die Tagesordnung müsse vereinbart, eine daraus resultierende Erklärung im Voraus durchdacht werden.

Auf der Internetseite des Moskauer Patriarchats wurde unterdessen mitgeteilt, am Mittwoch habe ein Treffen zwischen Metropolit Antonij und dem päpstlichen Nuntius in Russland, Erzbischof Giovanni d'Aniello, stattgefunden. Man habe "Fragen von beiderseitigem Interesse" erörtert.

Kyrill rechtfertigt den russischen Krieg

Über ein mögliches Treffen des Papstes und des Moskauer Patriarchen wird seit Monaten spekuliert. Bereits vor dem russischen Angriff auf die Ukraine war darüber gesprochen worden, nach dem ersten Zusammenkommen 2016 auf Kuba erneut einen neutralen Ort für eine Begegnung zu finden. Zwischenzeitlich sah es aus, als sei ein Treffen im Rahmen einer Papstreise in den Libanon Mitte Juni möglich. Diese Pläne zerschlugen sich jedoch, der Vatikan sagte ab.

Ein Treffen wäre "zum größten Teil missverstanden worden", lautete Anfang Mai die Begründung des vatikanischen "Ökumene-Ministers" Kardinal Kurt Koch. Patriarch Kyrill steht international in der Kritik, weil er den russischen Angriff mehrmals öffentlich rechtfertigte.

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