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Entscheidungsgewalt dürfe nicht "uneingeschränkt und unkontrolliert" bei Bischöfen liegen

Maria 2.0 sieht Frauen bei Weltsynode benachteiligt

  • Die Initiative Maria 2.0 beklagt Defizite bei der von Papst Franziskus ausgerufenen Weltsynode.
  • "Eine Beteiligung von Frauen in dem zwei Jahre dauernden Prozess ist von Papst Franziskus nicht einmal angedacht, höchstens in Form einzelner, willkürlich berufener Beraterinnen", heißt es in einem Brief von Maria 2.0 an die deutschen Bischöfe.
  • Die Initiative fordert, Laien und inbesondere auch Frauen an den Entscheidungen zu beteiligen.
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Die Initiative Maria 2.0 beklagt Defizite bei der von Papst Franziskus ausgerufenen Weltsynode. "Eine Beteiligung von Frauen in dem zwei Jahre dauernden Prozess ist von Papst Franziskus nicht einmal angedacht, höchstens in Form einzelner, willkürlich berufener Beraterinnen", heißt es in einem Brief von Maria 2.0 an die deutschen Bischöfe. Das vom Papst vorgeschlagene Vorgehen spiegele "eine systemische Diskriminierung von Frauen" wider.

Franziskus hatte im Oktober einen weltweiten synodalen Prozess eröffnet. In dem zunächst auf gut zwei Jahre angelegten mehrstufigen Dialog soll die Kirche vor allem einen anderen Umgangsstil einüben. Nach einer gut halbjährigen Phase auf Ebene der Ortskirchen folgt 2022/23 ein Prozess auf Kontinentalebene, der in die Versammlung der Bischofssynode im Oktober 2023 im Vatikan mündet. Die Synode soll über die gesammelten Themen beraten und Reformvorschläge an den Papst formulieren.

"Laien auch bei Einscheidungen einbeziehen"

Die Entscheidungsgewalt dürfe nicht "uneingeschränkt, intransparent und unkontrolliert" bei den Bischöfen liegen, so Maria 2.0. "Umso mehr, als unter denjenigen Bischöfen, die dem Mangel an Glauben und Korruption im Innern der Kirche entgegenwirken sollen, eben auch diejenigen sind, die Machtmissbrauch, sexuellen Missbrauch, geistlichen Missbrauch u.a. mitzuverantworten haben."

Die Initiative nannte es stattdessen wünschenswert, "dass die Laien - Frauen und Männer - nicht nur am Suchprozess teilhaben, sondern auch alle in die gemeinsamen Entscheidungen einbezogen werden". Maria 2.0 fordere "die Bischöfe und den Papst auf, ihre Macht und ihre Möglichkeiten zu nutzen, um die Mitsprache und das Stimmrecht bei der Bischofssynode auf Laien - insbesondere auch auf Frauen - auszuweiten".

Am Dienstag hatte auch das Zentralkomitee der deutschen Katholiken eine stärkere Beteiligung von Laien an der Weltsynode gefordert. Das höchste repräsentative Gremium der katholischen Laien in Deutschland rief die deutschen Bischöfe auf, sich für eine umfassende Teilhabe von Frauen und Männern einzusetzen.

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