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Betroffene können Hilfen bei der Caritas beantragen

Bistum Aachen: Millionen für Flutopfer angekündigt - Auszahlung startet

  • Das Bistum Aachen will die von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen mit einem zweistelligen Millionenbetrag unterstützen.
  • Die Caritas will nächste Woche mit der Auszahlung von Hilfen für Betroffene beginnen.
  • Generalvikar Frick fordert schnelle Lösung für katholisches Sankt Antonius-Hospital in Eschweiler.
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Das Bistum Aachen will die von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen mit einem zweistelligen Millionenbetrag unterstützen. Geplant sei ein weiterer Nothilfefonds neben dem Spendenfonds für Kinder und Familien, den die Diözese bereits vor einer Woche eingerichtet hatte, sagte Generalvikar Andreas Frick am Freitag in Aachen. In den vergangenen Tagen hatten bereits mehrere deutsche Bistümer teils bis zu sechsstellige Beträge für die Flutopfer bereitgestellt. Das Bistum Münster stellt zum Beispiel 250.000 Euro bereit.

Hilfen für Flutopfer per Formular beantragen

"Die Caritas beginnt in der kommenden Woche mit der Auszahlung von Hilfen, die in den Kirchengemeinden, katholischen Einrichtungen und regionalen Caritas-Anlaufstellen über Formulare beantragt werden können", kündigte Frick an. Derzeit werde überwiegend von Sachspenden abgeraten. Gebraucht würden jedoch Kühlschränke, Trocknungsgeräte, Waschmaschinen und Herde.

"Es wird noch Wochen und Monate dauern, bis die größten Schäden beseitigt sind", so der Generalvikar. "Von den seelischen Belastungen ganz zu schweigen." Wegen der Corona-Pandemie hätten bereits vor der Hochwasserkatastrophe viele Unternehmer, Händler und Gastronomen vor dem Aus gestanden. "Nunmehr ist alles vernichtet." Die Kirche sollte die schwierigen Phasen des Neuanfangs durch Angebote und Nähe begleiten.

Notfallseelsorger überall im Einsatz

Frick, der laut Bistum Aachen jeden Tag in der Krisenregion unterwegs ist, berichtete vom Einsatz der Helfenden sowie der Trauer, Verzweiflung und Wut der Betroffenen. "Da sein, zuhören, trösten, das spendet derzeit ein bisschen Kraft." Für die seelsorgerliche Unterstützung vor Ort stehe er im Kontakt mit den Regionalvikaren. Notfallseelsorger seien überall im Einsatz, die kirchlichen Beratungszentren in Aachen und Mönchengladbach stünden zur Verfügung.

Er tausche sich mit Regionalpolitikern aus, etwa was das katholische Sankt Antonius-Hospital in Eschweiler angehe, erklärte Frick. Die Klinik sei mit voller Wucht von der Flut getroffen worden. "Dass die Patientinnen und Patienten in dieser dramatischen Situation sicher evakuiert werden konnten, ist dem Krankenhaus-Team und allen Rettungskräften zu verdanken", so der Generalvikar. Gemeinsam mit Bund und Land müsse nun dringend eine Lösung für das Hospital gefunden werden.

Besonders getroffen habe ihn das Schicksal einer Abiturientin, "die vor den Ferien noch mit Freunden, Eltern und Mitschülern einen neuen Lebensabschnitt gefeiert hat" und nun "von den Fluten mitgerissen wurde". Auf dieses Leid habe er auch als Priester keine Antwort. Sein Mitgefühl gelte den Eltern, der Familie und den Freunden sowie allen Betroffenen der Katastrophe.

Spendenkonten für die Hochwasser-Hilfe in Deutschland
- Aktionsbündnis Katastrophenhilfe, unter anderem mit „Caritas international“: DE65 100 400 600 100 400 600
- „Caritas international“: DE88 6602 0500 0202 0202 02, Stichwort „Fluthilfe Deutschland CY00897“
- Aktion „Deutschland hilft“, unter anderem mit dem Malteser Hilfsdienst: DE62 3702 0500 0000 1020 30
- Malteser Hilfsdienst: DE10 3706 0120 1201 2000 12

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