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Pastor übergibt Bautrockner, Geld und Postkarten in Ahrweiler

Mut machen nach der Flut: Pfarrei aus Dinslaken sendet Grüße ins Ahrtal

  • Die Pfarrei St. Vincentius Dinslaken spendet Kollekten an Betroffene im Ahrtal.
  • Darüberhinaus sollten persönliche Botschaften den Betroffenen Mut machen.
  • Nun konnten 8.000 Euro und 60 Postkarten in Ahrweiler übergeben werden.
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Nach der Flutkatastrophe kommen in den betroffenen Gebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz weiterhin Geldspenden an. Doch neben einer üppigen Spende wollte die Pfarrei St. Vincentius auch persönliche Botschaften verschicken, um den Menschen im Ahrtal Mut zu machen. Eine Postkarten-Aktion war geboren.

Gedacht hat die Pfarrei St. Vincentius in Dinslaken am Niederrhein zunächst an eine normale Kollekte zugunsten der Flutopfer im Ahrtal. Doch im Gespräch entwickelten Käthi Klein, aus Oberlohberg, Sabine Schenzer, Pfarrsekretärin der Gemeinde St. Vincentius, und Pastor Thomas Berger die Idee, darüber hinaus etwas Persönliches für die Flutopfer zu gestalten.

„Da muss man doch über die normale Kollekte hinaus etwas besonders Ansprechendes schicken“, meinte Käthi Klein. „Ein Gebet, einen Gruß, einen liebevollen Gedanken. Und nicht nur Geld.“ Und während die drei den Gedanken gemeinsam weiter sponnen, erinnerte sich der Pastor an einen Freund, der zurzeit in Ahrweiler half, die Schäden zu beseitigen. Der hatte berichtet, wie schrecklich, wie erschütternd seine Erfahrungen dort waren.

 

Dinslaken spendet Kollekte an Gemeinde in Ahrweiler

 

Und da Thomas Berger in Lantershofen, im Ahrtal, studiert und in diesem Studium auch den heutigen Dechanten Jörg Meyrer, Pfarrer von St. Laurentius in Ahrweiler kennengelernt hatte, lag der Gedanke auf der Hand, dieser Gemeinde die Kollekte zukommen zu lassen. „So kommt die Spende auf direktem Weg zu der Gemeinde“, meinte Käthi Klein. Doch damit nicht genug.

„Wir haben doch so viele Ansichtskarten in der Gemeinde“, sagte Käthi Klein. „Wenn wir diese in St. Vincentius verteilen, dann können wir viele Grüße nach Ahrweiler schicken.“ In den sieben Gemeinden der Pfarrei in Dinslaken wurden daraufhin die Postkarten in den Gottesdiensten an die Gemeindemitglieder verteilt, mit der Bitte etwas Persönliches darauf zu notieren: Wünsche für die Zukunft, ein Gebet, sein Mitgefühl für die Menschen, die zum Teil ihr ganzes Hab und Gut in der Flutkatastrophe verloren hatten.

 

Gute Wünsche für die Gemeinde in Ahrweiler

 

Diese Karten konnten im Gottesdienst ausgefüllt, oder auch zu Hause in aller Ruhe geschrieben und im Briefkasten des Pfarrbüros eingeworfen werden. Diese Ansichtskarten wurden gesammelt und dann gemeinsam verschickt. So sind 60 Ansichtskarten zusammengekommen, beschrieben mit Grüßen, wie „Ich wünsche Ihnen viel Kraft!“ oder „Gottes Segen in dieser schweren Zeit!“

Pfarrer Bartholomäus Kalscheuer schrieb ein Grußwort an die Gemeinde St. Laurentius in Ahrweiler. Die Karten schickten sie an den Bürgermeister von Ahrweiler, weil St. Laurentius noch nicht per Briefpost zu erreichen ist. „Wir hoffen damit unsere Verbundenheit mit den Menschen zum Ausdruck gebracht zu haben“, sagte Käthi Klein.

 

Mit Bautrockner im Gepäck die Spende übergeben

 

An drei Wochenenden sammelte die Pfarrgemeinde Geld und an zwei Wochenenden die Karten. Insgesamt kamen bei der Kollekte 8000 Euro zusammen. Ein vom Förderverein Herz-Jesu-Kirche Oberlohberg organisiertes Benefizkonzert mit dem Duo „Una Corda“ spielte 700 Euro ein.

Mit Sabine Schenzer und ihrem Mann fuhr Pastor Thomas Berger nach Ahrweiler, um die Spende vor Ort zu übergeben. Mit im Gepäck einen Bautrockner. „Weil die dort sehr benötigt werden und die Gemeinde in Ahrweiler auf Nachfrage darum gebeten hat“, sagte Pastor Berger. Die Dankbarkeit war riesig. „Ein Mann von Kirchenvorstand der Laurentius hatte Tränen in den Augen, ob der großen Hilfsbereitschaft“, sagt Berger.

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