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Hoffnung auf „normale“ Freizeiten – aber auch Alternativen im Blick

Ferienfreizeiten trotz Corona – So planen Pfarreien im Bistum Münster

  • Auch wenn die Corona-Pandemie die Vorbereitungen von Ferienwochen unsicher macht, bereiten viele Pfarreien für die Sommerferien Freizeiten für Kinder und Jugendliche vor.
  • Gleich acht Freizeiten hat das katholische Ferienwerk „Holytainment“ in Haltern in seinem Programm – und die Nachfrage ist groß.
  • Sollten Ferienfreizeiten ausfallen, werden einige Pfarreien mit einer „Home-Edition“ für Spaß und Abwechslung sorgen.
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Acht Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche hat das Ferienwerk „Holytainment“ der Pfarrei St. Sixtus in Haltern in den diesjährigen Sommerferien im Programm. Je nach Altersgruppe können die Kinder und Jugendlichen wählen zwischen den Freizeiten in Hülsede (Niedersachsen), Herpen (Niederlande), Voorst (Niederlande), Rottendorf im Oberpfälzer Wald, einer Messdienerfreizeit in Erbach (Hessen), einem Zeltlager in Olpe-Lüttringhausen sowie einer Bulli-Tour quer durch Deutschland und einem Vater-Kind-Zeltlager in Mömlingen (Unterfranken).

„Die Resonanz ist super. Fast alle Angebote sind nahezu ausgebucht“, sagt Patrick Dülge. Er ist Vorsitzender des Vereins „Holytainment“ und ein wichtiger Ansprechpartner für die vielen Gruppenleiter und Begleiterinnen und Begleiter, die eine Ferienfreizeit erst möglich machen.

Erarbeitung von Hygiene-Konzepten 

Dülge ist optimistisch, dass es in dieser Zeit der Ungewissheit und Unsicherheit klappt, die Freizeiten durchzuführen. „Die Corona-Pandemie hat uns alle voll Griff. Wir hoffen aber trotzdem, im Sommer verreisen zu können. Für alle Freizeiten haben wir Hygiene-Konzepte erarbeitet“, sagt der Vereinsvorsitzende. Einzig auf die traditionelle Italien-Fahrt habe man verzichtet. „Für dieses Reiseziel ist die Planung dann doch zu unsicher.“

Mehr als 250 Kinder und Jugendliche haben sich schon zu den acht Freizeiten angemeldet. Im Oktober letzten Jahres begannen die Vorbereitungen mit den Terminabsprachen. „Wir hatten lange überlegt, wie es weitergeht. Für alle ist es schwierig zu planen, besonders für die Anbieter der Unterkünfte, die wir seit vielen Jahren kennen“, sagt Dülge.

Solidarität unter den Eltern

Gerade weil über viele Jahre Kontakte zu den Herbergen und Zeltplatzbetreibern bestehen, konnte das Risiko eingegangen werden, Buchungen vorzunehmen. „Alle brauchen Planungssicherzeit. Wir als Veranstalter, die Eltern, die Vermieter. Da können wir nichts auf die lange Bank schieben. Mal eben eine spontane Reise machen, das geht bei einer Ferienfreizeit nicht.“

Abgesprochen sind die Kosten bei Stornierungen und beim kompletten Ausfall. „Die Familien bekommen das Geld zurück, wenn eine Freizeit ausfallen sollte“, sagt Dülge und fügt an: „Ferien brauchen wir alle: besonders die Kinder, aber auch die Eltern, die durch den Lockdown und durch die allgemeine Corona-Krise ebenfalls urlaubsreif sind und vielleicht einige Tage ohne Kinder verleben möchten.“

Als im vergangenen Jahr von jetzt auf gleich die Ferienfreizeiten aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen mussten, gab es eine große Solidarität unter den Eltern. Die Stornokosten mussten ersetzt werden. Einige Eltern spendeten aber für „Holytainment“, um das Weiterarbeiten des Vereins zu sichern. „Das war ein starkes Zeichen“, sagt Dülge.

Corona-Schutzimpfungen für Begleiter

Noch unsicher in seinen Planungen der traditionellen Ferienfreizeit „Hirschberglager“ im sauerländischen Warstein ist das Ferienwerk St. Arnold Janssen im niederrheinischen Goch. „Es ist eine Ferienfreizeit für 96 Kinder, die wir zum 46. Mal anbieten“, sagt Bruno Pouwels vom Ferienwerk St. Arnold Janssen.

Ungeklärt sei die Frage, wie die Corona-Schutzimpfungen für die Leiter der Ferienfreizeit ermöglicht werden können. „Genug Anmeldungen haben wir. Wir warten aber noch die gesetzlichen Vorgaben und den Sachstand ab, wie die Impfungen in den nächsten Wochen verlaufen“, sagt Pouwels.

Ferientage als Home-Edition

Dass Ferienfreizeiten wieder im normalen Rahmen vorbereitet werden können, hoffen viele Pfarreien. So lädt die Pfarrei St. Lambertus im münsterländischen Ascheberg Jugendliche in die „Ewige Stadt“ ein. 40 Jugendliche aus Ascheberg, Ottmarsbocholt und Davensberg wollten ursprünglich in den Osterferien des vergangenen Jahres nach Rom reisen. Die Reise musste ausfallen. Nun gibt es einen zweiten Versuch in diesem Jahr. Geplant ist die Fahrt vom 9. bis 16. Oktober.

Abgesagt hat die Pfarrei allerdings ihr „Ascheberger Ferienlager“ auf Ameland. Aus der Pfarrei heißt es: „Es war für uns keine leichte Entscheidung, da sich das ganze Team so darauf gefreut hatte. Wir werden dennoch versuchen, einige Ferienlagertage in Form unserer Home-Edition anzubieten, um so für etwas Abwechslung in den Sommerferien zu sorgen.“

Kinder zieht es auf die Insel Texel

Eine Jugendfreizeit im Juli plant die Pfarrei Hl. Edith Stein Marl. „Maasbommel on Tour 2021“ heißt es dort, wenn es nach Meinerzhagen im Sauerland geht. Auch das Ferienlager der Pfarrei St. Peter in Waltrop soll wie gewohnt stattfinden. Ziel ist das CVJM-Haus Lindenmühle im Rhein-Lahn-Kreis. Zu einem Zeltplatz in Dinklage im Oldenburger Münsterland zieht es Kinder der Pfarrei St. Antonius in Recklinghausen.

Auf die Insel Texel möchten die Kinder und Jugendlichen aus der Gemeinde St. Sebastian in Münster-Nienberge. Sollte die Fahrt in den Sommerferien ausfallen, wird eine alternative Tagesbetreuung in Nienberge organisiert. Noch einige wenige freie Plätze meldet die Pfarrei Heilig Kreuz in Münster, die das Ferienhaus „Alter Brunsel“ in Rhauderfehn/Ostfriesland gebucht hat. 

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