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Initiativen können Zuschüsse für Hilfsprojekte beantragen – auch nicht-kirchliche

Offizialat Vechta legt „Coronahilfsfonds“ mit 500.000 Euro auf

Einen neuen „Coronahilfsfonds“ im Volumen von 500.000 Euro hat das Bischöflich Münstersche Offizialat eingerichtet. Mit dem Geld sollen ab sofort Initiativen unterstützt werden, die von der aktuellen Krise Betroffenen helfen.

Einen neuen „Coronahilfsfonds“ im Volumen von 500.000 Euro hat das Bischöflich Münstersche Offizialat eingerichtet. Mit dem Geld sollen ab sofort Initiativen unterstützt werden, die von der aktuellen Krise Betroffenen helfen.

„Wir haben ganz bewusst viel Geld bereitgestellt, weil wir nicht glauben, dass die Not schnell wieder vorbei ist“, erklärte dazu Weihbischof Wilfried Theising bei der Vorstellung des neuen Fonds in Vechta. Er rechnet damit, dass die Probleme in den kommenden Wochen eher noch wachsen werden. Es gehe darum, „die fürchterlichen sozialen Folgen“ zu lindern.

Zum Beispiel für Corona-Nähgruppen

Neue und bereits bestehende örtliche Initiativen, Vereine, Gruppen, Pfarrgemeinden oder Verbände aus dem Offizialatsbezirk Oldenburg können für ihre Arbeit Zuschüsse aus dem neuen Coronahilfsfonds beantragen. Das Angebot richtet sich außer an kirchliche ausdrücklich auch an nicht-kirchliche Gruppen, die sich für in Not geratene Menschen durch die Corona-Pandemie einsetzen und Hilfen organisieren.

Als Beispiel nannte der Weihbischof Gruppen, die nach dem Motto „Selbstgenäht ist besser als nichts“ ehrenamtlich Schutzmasken nähen, sich aber das Material dafür kaufen müssen. In anderen Fällen könnten Mittel zum Einbau von Plexiglas-Abtrennungen genutzt werden, damit Beratungsgespräche wieder möglich würden. Aber auch für gezielte Einzelfallhilfen können Gruppen oder Einrichtungen Zuschüsse beantragen.

Auch Lebensmittel-Gutscheine sind denkbar

Besonders wichtig sei es, über bauliche Maßnahmen persönliche Beratungsgespräche wieder möglich zu machen, ergänzte der Direktor des Landes-Caritasverbands für Oldenburg, Gerhard Tepe. Er geht davon aus, dass es auf lange Sicht deutlich höhere Nachfrage nach Beratung geben werde. Als Grund nannte er den Wegfall von Arbeitsplätzen oder Kurzarbeit, die mehr Menschen in Bedrängnis brächten.

Für Hilfsbedürftige, die besonders unter der Schließung von so genannten Tafeln zu leiden haben, müsse man zudem über die Ausgabe  von Lebensmittel-Gutscheinen nachdenken. Aus zahlreichen Anfragen wüssten die Caritas-Mitarbeiter: „Da entsteht eine Lücke“. Für Familien mit Kindern könnten außerdem Alternativen zum Sommerurlaub entwickelt werden.

Ein dreiköpfiges Gremium entscheidet

Damit diese und andere Hilfen unbürokratisch geleistet werden können, soll ein dreiköpfiges Gremium  jeweils zügig über die Zuschuss-Anträge an dem Corona-Hilfsfonds entscheiden. Dazu gehört neben Weihbischof Wilfried Theising und Caritasdirektor Gerhard Tepe auch der Leiter des Seelsorgeamts im Offizialat, Markus Wonka.

Das Geld für den Fonds stammt aus dem Kirchensteuer-Haushalt des Offizialats. Er stockt den Betrag, den die oldenburgische Kirche für den Bereich Caritas und Soziale Dienste vorsieht, noch einmal auf. 2018 waren das 5,3 Millionen Euro.

Theising dankt Helfern ausdrücklich

Der Kirchensteuerrat konnte die Gründung des Fonds zunächst nicht selbst beschließen. „Das ging nicht, weil wir wegen der Corona-Krise derzeit nicht tagen“, so Weihbischof Theising. „Aber alle wurden im Vorfeld informiert und die bisherigen Rückmeldungen zeigen, dass die Mitglieder das auch  mittragen.“

Ausdrücklich dankte Weihbischof Theising denjenigen, die sich in der schweren Zeit der Corona-Pandemie für Kranke und Notleidende einsetzen. „Als Kirche müssen wir bei denen sein, die betroffen sind und auch bei denen, die sie versorgen.“

Weihbischof: Auch Abstand ist Solidarität

In Form der großen Solidarität wird für ihn Hoffnung spürbar. Sie zeige sich in der Hilfe für andere aber auch darin, „wie Menschen aus Sorge Abstand voneinander halten, um den Schwächsten zu helfen.“

Gruppen, Gemeinden, Träger, Vereine oder bürgerliche Initiativen aus dem Offizialatsbezirk Oldenburg, die sich für den Coronahilfsfonds interessieren, finden nähere Informationen und Antragsformulare zum Download hier.

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