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Franziskus: Wir müssen es machen, weil Dialog Perspektiven eröffnet

Papst: Mit allen Kriegsparteien sprechen – auch mit dem Angreifer

  • Für Papst Franziskus ist ein Dialog mit allen Kriegsparteien wichtig.
  • „Ich schließe den Dialog mit einer Macht, die Krieg führt, nicht aus, auch wenn es der Angreifer ist“, sagte er.
  • Er erläuterte auch, wann Waffenlieferungen – etwa in die Ukraine – akzeptabel sein können.
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Für Papst Franziskus ist ein Dialog mit allen Kriegsparteien wichtig. „Ich schließe den Dialog mit einer Macht, die Krieg führt, nicht aus, auch wenn es der Angreifer ist“, sagte der Papst auf dem Rückflug von seiner Kasachstan-Reise, ohne Russlands Angriff auf die Ukraine explizit zu nennen. Es bestehe immer die Möglichkeit, dass der Dialog den Verlauf der Dinge ändere, neue Perspektiven und Überlegungen eröffne.

Er könne nachvollziehen, dass es schwierig sei, einen Dialog zu verstehen, der mit Ländern geführt werde, die Krieg angezettelt hätten. „Das stinkt, aber wir müssen es machen.“ Es sei am Ende immer ein Schritt Richtung Frieden. Wenn es den Dialog nicht gebe, gebe es Ignoranz oder Krieg. Denn oft sei fehlendes Wissen mitverantwortlich für den Ausbruch eines Krieges.

Wann Waffenlieferungen akzeptabel sind

Waffenlieferungen – etwa in die Ukraine – hält Franziskus für eine politische Entscheidung. Sie könne akzeptabel sein, wenn sie unter moralischen Bedingungen getroffen werde. Davon gebe es viele.

„Aber sie kann unmoralisch sein, wenn sie gemacht wird, um mehr Krieg zu provozieren, um Waffen zu verkaufen oder Waffen loszuwerden, die nicht mehr gebraucht werden.“ Letztlich sei die Motivation entscheidend bei der Frage, ob eine solche Handlung moralisch zu rechtfertigen sei.

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