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Größtes Spendenaufkommen seit dem Zweiten Weltkrieg erwartet

In Deutschland bereits 631 Millionen Euro für Ukraine gespendet

  • In Deutschland wurden bislang 631 Millionen Euro für die vom Krieg betroffenen Menschen in und aus der Ukraine gespendet.
  • Das ergab eine Umfrage des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen bei 67 Hilfswerken und Bündnissen.
  • Erwartet wird das größte Spendenaufkommen seit dem Zweiten Weltkrieg.
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In Deutschland wurden bislang 631 Millionen Euro für die vom Krieg betroffenen Menschen in und aus der Ukraine gespendet. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) bei 67 Hilfswerken und Bündnissen. Das große Engagement drückt sich demnach neben Geldspenden auch in ehrenamtlichem Einsatz und in Sachspenden aus.

Das DZI geht davon aus, dass Sammlungen zugunsten der Ukraine zum höchsten Spendenaufkommen für eine einzelne Katastrophe seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs führen. "Die außergewöhnlich hohe Spendenbereitschaft hängt neben dem Ausmaß der Not und den vielen aufrüttelnden Nachrichten und Bildern sicher auch damit zusammen, dass uns der Krieg so nahe ist", sagte DZI-Geschäftsführer Burkhard Wilke.

Die Summen im Einzelnen

Unter den Organisationen und Bündnissen erhielten laut DZI

  • die Aktion „Deutschland hilft“ (mit dem Malteser Hilfsdienst) knapp 180 Millionen Euro,
  • das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe (mit „Caritas international“) rund 125 Millionen Euro,
  • das Bündnis "Entwicklung hilft" (mit dem Hilfswerk Misereor) etwa 88 Millionen Euro,
  • das Deutsche Komitee für das UN-Flüchtlingshilfswerk Unicef 30,7 Millionen Euro,
  • das Deutsche Rote Kreuz mehr als 27 Millionen Euro,
  • die Stiftung "RTL - Wir helfen Kindern" 21,5 Millionen Euro,
  • der Deutsche Caritasverband 20 Millionen Euro,
  • die Diakonie Katastrophenhilfe 16,5 Millionen Euro und
  • die Johanniter-Unfall-Hilfe 10,7 Millionen Euro.

Der DZI-Geschäftsführer betonte, Spenden würden auch in anderen Regionen zur Bekämpfung von Notlagen benötigt, die sich durch den Krieg in der Ukraine teils noch verschlimmerten: "Inzwischen werden auch globale Auswirkungen des Ukraine-Kriegs sichtbar, wie etwa zunehmender Hunger aufgrund der weltweit steigenden Nahrungsmittelpreise." Hilfsbedürftige in anderen Katastrophengebieten dürften nicht vergessen werden.

Spendenkonten / IBAN-Nummern
- Aktion „Deutschland hilft“ (mit dem Malteser Hilfsdienst) und Bündnis „Entwicklung hilft“ (mit dem Hilfswerk Misereor): DE53 200 400 600 200 400 600

- Aktionsbündnis Katastrophenhilfe (mit „Caritas international“): DE65 100 400 600 100 400 600

- Osteuropa-Hilfswerk Renovabis: DE24 7509 0300 0002 2117 77

- „Caritas international“, Hilfswerk der deutschen Caritas: DE88 6602 0500 0202 0202 02

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