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Ökumenische Angebote in Cloppenburg an unterschiedlichen Orten in der Stadt

Stadtmarketing unterstützt Heiligabend-Gottesdienste unter freiem Himmel

  • Heiligabend bei Corona: Auch in Cloppenburg werden nur wenige in einer Kirche feiern können.
  • Die Gemeinde St. Andreas plant deshalb ergänzende Angebote im Freien.
  • Pastoralreferentin Rosemarie Meyer plant daher mit großem Einsatz von Ehrenamtlichen und der Hilfe des Stadtmarketings.

In Cloppenburg ist noch alles offen. Wie viele Gottesdienste an Heiligabend in den vier Kirchen der Gemeinde St. Andreas stattfinden werden, gefeiert werden können, steht noch nicht fest. Fest steht nur: Wegen der Corona-Kontaktbeschränkungen werden weniger Menschen Platz finden.

Sonst kommen gut 5.500 Menschen an Heiligabend in die Kirchen St. Andreas, St. Josef, St. Bernhard und St. Augustinus, schätzt Pastoralreferentin Rosemarie Meyer. Die Zahl der Sitzplätze in den Kirchen – 4.700 – sei bekannt. „Dazu kommen alle, die stehen müssen.“

Mehr als 3.000 enttäuschen?

Wegen der Kontaktbeschränkungen finden dort zurzeit pro Kirche und Gottesdienst nur 80 bis 110 Menschen Platz. Selbst wenn die Gemeinde mehr Gottesdienste anbiete: Vielleicht könnten 3.000 Menschen in Cloppenburg an Heiligabend keinen Gottesdienst mitfeiern. „Die alle müssten wir enttäuschen.“ Aber das wolle die Gemeinde nicht.

Der Pfarreirat habe deshalb ein Konzept von ökumenischen Wortgottesdiensten unter freiem Himmel beschlossen, die auf verschiedenen Plätzen, verstreut über die Stadt, zeitgleich am Nachmittag stattfinden sollen. Rosemarie Meyer ist mit der Planung betraut.

Noch ist alles vorläufig

Die Seelsorgerin hat sich dafür in das Infektionsschutz-Gesetz eingearbeitet und verfolgt die laufend erneuerten Corona-Schutzverordnungen der niedersächsischen Landesregierung. Von daher seien alle Planungen vorläufig, betont sie.

Fest stehe nur, dass die Priester in den Kirchen der Gemeinden die traditionellen Gottesdienste feiern würden. Meyers Appell an alle Christen: „Vielleicht sind die dieses Mal vor allem für die Menschen gedacht, die sich einen winterlichen Gottesdienst im Freien nicht zutrauen.“ Für alle anderen wolle die Gemeinde ihr ergänzendes Angebot machen.

An elf Plätzen mitten in der Stadt

Zurzeit sind elf Plätze in der Stadt vorgesehen, auf denen je ein Seelsorger oder eine Seelsorgerin der katholischen und der evangelischen Gemeinde einen Wortgottesdienst feiern soll. Aus der Gemeinde St. Andreas  werden das alle Pastoralreferenten und -referentinnen sein sowie eine Schulseelsorgerin.

Gottesdienste im Freien sind wegen der Corona-Pandemie strengen Regeln unterworfen. „Wir müssen kontrollieren, dokumentieren, für Sitzplätze sorgen“, berichtet Rosemarie Meyer. Kontrolle aber sei nur möglich bei vorheriger Anmeldung und auf abgeschlossenen Plätzen. Deshalb habe das Vorbereitungsteam Parkplätze vor Supermärkten, einen Schulhof und Sportplätze in die Liste aufgenommen.

Die Stadtverwaltung macht mit

Der Bürgermeister unterstütze ihr Projekt, berichtet Meyer, mit Beamtinnen aus dem Stadtmarketing arbeite sie eng zusammen. Die Stadt helfe bei der Planung, will auch den Druck von Notenzetteln übernehmen und Westen für Ordner beschaffen.

Ordner, Musiker, Beleuchter – an jedem dieser Gottesdienstorte sei eine Menge ehrenamtlicher Einsatz notwendig. Rosemarie Meyer sprach dafür Gruppen aus der Gemeinde an: Glaubensgesprächskreis, Pfadfinder, Liturgieausschuss, das Vorbereitungsteam für Krabbelgottesdienste. Die Rückmeldungen nennt sie „ermutigend“.

Nicht überall läuft es glatt

Aber die Pastoralreferentin kennt auch Rückschläge. Als Gottesdienstort hatte sie auch den Parkplatz eines großen Supermarktes im Zentrum ins Auge gefasst. Der Filialleiter sei wohl zur Zusammenarbeit bereit gewesen. In der Zentrale des Unternehmens aber, so deutet sie an, habe man sich auf „Gleichbehandlung“ berufen, man wolle keine Parteien oder religiöse Gemeinschaften bevorzugen.

Enttäuschend für die Seelsorgerin. Sarkastisch sagt sie: „Demonstrationen sind trotz Corona mit Mundschutz und Abstand überall erlaubt. Vielleicht sollte ich unser Projekt lieber ‚Demo für Jesus Christus‘ nennen?“

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