Deutliche Zustimmung auch unter Bischöfen

Synodaler Weg bittet Papst um Überprüfung des Pflichtzölibats

  • Der Pflichtzölibat für Priester soll überprüft werden.
  • Das fordert eine große Mehrheit der Delegierten des Synodalen Wegs.
  • Eine entsprechende Bitte soll an Papst Franziskus gerichtet werden.

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Der Synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland hat sich mit sehr großer Mehrheit für eine Überprüfung der Zölibatsvorschriften ausgesprochen. Der am Donnerstagabend in Frankfurt beschlossene Text formuliert die Bitte an Papst Franziskus, „die Verbindung der Erteilung der Weihen mit der Verpflichtung zur Ehelosigkeit neu zu prüfen“. Eine weitergehende Formulierung, den Papst direkt um eine Aufhebung des Pflichtzölibats zu ersuchen, wurde mit Zweidrittel-Mehrheit abgelehnt.

Die Synodalversammlung beschloss weiterhin, den Papst darum zu bitten, zu prüfen, ob auch bereits geweihten Priestern die Möglichkeit eröffnet werden kann, sich vom Zölibatsversprechen entbinden zu lassen, ohne die Ausübung des Amtes aufgeben zu müssen. Zudem fordert der Text, ehemalige Priester schon jetzt wieder stärker ins aktive kirchliche Leben einzubinden.

Mehrheit von 95 Prozent

Der Handlungstext „Der Zölibat der Priester – Bestärkung und Öffnung“ wurde mit einer Mehrheit von knapp 95 Prozent der abgegebenen 205 Stimmen angenommen. Von den 60 teilnehmenden Bischöfen in der Synodalversammlung stimmten 44 dafür, 5 dagegen, 11 enthielten sich.