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Broschüre für alle Pfarreien stellt Ideen zu Leitungsformen vor

Bistum Münster ermutigt zu Gemeindeleitung durch Laien

Im Bistum Münster ist Gemeindeleitung auch durch Laien möglich – wenn es einen „moderierenden Priester“ gibt. Das geht aus einer Broschüre hervor, die in diesen Tagen allen Pfarreien zugeht.

Im Bistum Münster ist Gemeindeleitung auch durch Laien möglich – wenn es einen „moderierenden Priester“ gibt. Das geht aus einer Broschüre hervor, die in diesen Tagen allen Pfarreien zugeht.

Die Broschüre zum Herunterladen.

Im Text heißt es, Bischof Felix Genn schließe grundsätzlich die Anwendung des Kirchenrechts-Kanons 517,2 nicht aus. Er besagt, dass einzelne oder mehrere Personen, die nicht Priester sind, Leitungsaufgaben übernehmen können. Zugleich werde ein „moderierender Priester“ bestimmt, der Rechte und Pflichten eines Pfarrers wahrnimmt.

Erfahrungen aus den Pfarreien eingearbeitet

Haupt- und Ehrenamtliche aus Pfarreien im Bistum hatten im Entstehungsprozess der Handreichung von ihren Erfahrungen mit und Anforderungen an Leitung berichtet. Der Verweis auf Kanon 517,2, der bereits in einem Textentwurf stand, blieb nach Beratungen im Diözesanrat und in der Bistumsleitung erhalten. Andere Diözesen, zum Beispiel Osnabrück, wenden den Kanon bereits an.

„Ich möchte dazu ermutigen, Leitungsstrukturen zu entwickeln, die für die jeweiligen Situationen angemessen sind. Die Gremien der Pfarrei verantworten dabei die pastoralen Leitlinien“, schreibt Bischof Genn. Generalvikar Klaus Winterkamp ergänzt: „So unterschiedlich die Pfarreien und Gemeinden sind, so unterschiedlich dürfen auch die Leitungsformen sein.“

Leitung durch Pastoralreferentinnen, Ehrenamtliche, Teams

Keine Pfarrei solle eines der vorgestellten Leitungsmodelle übernehmen müssen, teilt die Bischöfliche Pressestelle mit. Es gehe darum, vor Ort zu schauen, was passt.

Genannt wird etwa die Gemeindeleitung durch Diakone, Pastoralreferentinnen oder -referenten. Ferner werden Leitungsteams angeregt, die neben Seelsorgern weitere Haupt- und Ehrenamtliche umfassen, und die Verantwortung einzelner seelsorglicher Felder durch verschiedene Haupt- oder Ehrenamtliche. Vorgeschlagen werden Teamgespräche der Seelsorger mit ehrenamtlich Verantwortlichen, das Einsetzen von Ehrenamtskoordinatoren und vieles mehr.

Begleitende Internetseite

Die Broschüre stelle Ideen vor, wie Verantwortungs- und Entscheidungskompetenz übertragen werden könne, hieß es. Begleitend entstand eine Internetseite. Dort solle es Erfahrungsberichte, weitere Materialien und Angebote geben, sagt Maria Bubenitschek, Leiterin der Hauptabteilung Seelsorge im Bischöflichen Generalvikariat.

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