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„Digitale Fashion Revolution Week Münster“ mit 28 digitalen Veranstaltungen

Christen in Münster zeigen die hässliche Kehrseite der Mode

Noch bis zum 26. April macht die „Digitale Fashion Revolution Week Münster“ auf die Kehrseite der Mode-Industrie aufmerksam. Mit dabei sind auch die "Christliche Initiative Romero" und die Katholische Studierenden- und Hochschulgemeinde Münster.

Knackige Hosen, hippe T-Shirts, schicke Kleider – wer zieht sich nicht gern attraktiv an und das möglichst zum Schnäppchenpreis? Doch billige Klamotten und viele Designerstücke haben eine hässliche Kehrseite. Auf sie macht gerade die „Digitale Fashion Revolution Week Münster“ aufmerksam.

Es geht um Mode, aber nicht um die Kleidung selbst, sondern um die menschenverachtenden Produktionsbedingungen in zahlreichen Schwellenländern auf Kosten von rechtlosen und ausgebeuteten Näherinnen und Nähern. Ein weiteres Thema sind die undurchsichtigen Lieferketten der Kleidungsstücke bis zum Verbraucher.

Was jeder für saubere Mode tun kann

Franziska Menge, seit einem Jahr Volontärin bei der Christlichen Initiative Romero (CIR) in Münster, hat an dem Programm der revolutionären Modewoche mitgestrickt. „Wir machen das in Münster zum zweiten Mal, wegen Corona diesmal aber komplett digital“, erklärt sie. Bis Sonntag, 26. April, können sich Interessierte täglich umfassend informieren, mitdiskutieren und zudem erfahren, was jeder Konsument selbst tun kann, um „saubere“, unter fairen sozialen Bedingungen produzierte Mode zu kaufen.

28 Programm-Punkte umfasst die Mode-Revolutions-Woche im Internet. Gezeigt werden Filme, Vorträge, Interviews und Webinare, bei denen die User mitdiskutieren können. Ein Film verdeutlicht etwa, wie in Brasilien Jeans hergestellt werden. „Ein Webinar befasst sich damit, dass insbesondere Frauen unter hohem Arbeitsdruck stehen und unter der Gewalt ihrer männlichen Aufseher leiden“, erläutert Menge.

20 Kooperationspartner organisieren die Woche

Organisiert wird die digitale Woche von insgesamt 20 Kooperationspartnern in Münster, darunter CIR, die Katholische Studierenden- und Hochschul-Gemeinde, Clean Cloth Campaign und der Verein Vamos. Auch wissenschaftliche Experten, Anbieter nachhaltiger Kleidung und Second-Hand-Läden machen mit.

Die Veranstalter haben sich 2019 zu einer Regionalgruppe der Fashion-Revolutions-Bewegung in Münster zusammengeschlossen, so Menge. Die Bewegung selbst habe sich 2013 nach dem Einsturz der Rana-Plaza-Fabrik in Sabhar in Bangladesch gebildet. Damals waren 1135 Menschen unter den Trümmern gestorben und 2438 verletzt worden. 

Das Programm der Digitalen Fashion Revolution Week können Interessierte über die Facebook-Seite von Clean Clothes Münster verfolgen.

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