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Bischof von Münster schreibt Gläubigen und dankt für Einsatz vieler

Corona-Impfstoff - Bischof Felix Genn mahnt zu weltweiter Solidarität

Bischof Felix Genn hat für allen Einsatz in der Corona-Krise gedankt und zugleich weiter zu Solidarität und Gebet aufgerufen. Diskussionen über Konsequenzen aus der Krise etwa für die Kirche hält er indes für verfrüht.

Bischof Felix Genn hat für allen Einsatz in der Corona-Krise gedankt und zugleich weiter zu Solidarität, Zuversicht und Verbundenheit im Gebet aufgerufen. „Ich bin überzeugt: Wir haben die Kraft, aus dieser Krise etwas Gutes, etwas Großes, etwas Neues zu schaffen. Denken wir Zusammenleben und Miteinander neu!“, heißt es in einem Schreiben und einer Video-Ansprache des Bischofs an die Gläubigen des Bistums Münster.

Genn äußert darin seine Freude darüber, dass wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden können. Er dankt den Seelsorgerinnen und Seelsorgern, die in den vergangenen Wochen trotz der notwendigen Ferne Nähe zu den Menschen gesucht hätten und Trost und Zuversicht aus dem Glauben verkündet hätten. „Vieles, was getan wurde, schien wenige Tage zuvor nicht einmal denkbar. Die Kreativität hat mich sehr gefreut“, sagt der Bischof. Zugleich weist er darauf hin: „Die Eucharistie ist keine Spiritualität, die man auch anders leben könnte.“ Er dankt allen Haupt- und Ehrenamtlichen in den Pfarreien, die mit großer Umsicht und mit viel Verantwortungsgefühl dafür Sorge trügen, dass Gottesdienste wieder in Gemeinschaft gefeiert werden könnten.

Genn:  Keine Nation ist „first“

Video der Botschaft von Bischof Felix Genn.

Der Dank des Bischofs richtet sich darüber hinaus an viele weitere Gruppen. Er nennt etwa das Pflegepersonal, Ärzte, Verkäuferinnen, Beamte und die Verantwortlichen in der Politik, Lehrerinnen und Erzieherinnen sowie Unternehmer und Arbeitgeber. Besonders dankt Genn Eltern, Alleinerziehende und Familien: „Wie systemrelevant ist das, was Mütter und Väter in den Familien leisten!“

Mit Dankbarkeit und Demut erfülle es ihn, in einem Land wie Deutschland zu leben. Grundversorgung, Gesundheitsversorgung und die Wahrung der Menschenwürde hätten zu keiner Zeit in Gefahr gestanden. Zugleich ruft  Genn zu weltweiter Solidarität auf bei der Suche nach einem Impfstoff und dessen möglichem Einastz: „Keine Nation ist hier ‚first‘, auch nicht das eigene Ich, sondern die, die es am dringendsten brauchen." Genn nennt Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika, ruft aber auch zur Verwantwortung für  Flüchtlinge auf: „Warum können wir nicht einfach großherzig sein? Viele Menschen stehen bereit, sich hier zu engagieren.“

Wie wird es weitergehen?

Bischof Genn macht deutlich, dass die Krankheit und die Gefahr nicht vorüber seien. Er zeigt sich jedoch überzeugt, dass die Herausforderungen geschafft werden könnten, hält Diskussionen über Konsequenzen etwa für Kirche und Wirtschaft allerdings noch für verfrüht.

Darüber hinaus betont Genn: „Als katholische Kirche sehe ich uns in der Verantwortung, insbesondere für die da zu sein, die trotz mancher Hilfen nicht alle aus der Krise kommen. Hier werden wir das tun, was uns in dieser Zeit möglich ist. Zugleich drückt er seine Verbundenheit im Gebet mit denen aus, „die einen geliebten Menschen durch diese Krankheit verloren haben, deren Leben gezeichnet wurde oder deren Lebensgrundlage nicht sicher ist“.

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